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Aston Martin Vantage

Tschüss, James

Aston Martin macht den Vantage zum Hochleistungsathleten. AMG-Maschine und ZF-Transaxle-Getriebe bilden die Basis, die attraktive Coupékarosserie perfektioniert den sportlichen Auftritt.

Nein, James, lass die Finger vom neuen Vantage! Behalt du deinen DB10 für das nächste Explosions- und Feuerwerk-Festival und überlass den Neuen aus Gaydon dem wahren Sportsfreund. Dieser nämlich wird entzückt sein vom Vantage des Jahres 2018. 

Zwar rollt der Neuling im Basis-Fahrmodus Sport noch annehmbar komfortabel durch Agglomerationen, doch eigentlich ist er gemacht für den Galopp auf kurviger Überlandstrasse, auf der Autobahn oder – noch besser – auf der Rennpiste. So betrachtet, ist er im traditionsreichen Haus Aston Martin eher ein Revolutionär. Von aussen sieht man ihm das schon auf den ersten Blick an. Er wirkt schlank und schnörkellos: «Was nicht nötig ist, ist auch nicht da», bestätigt Designer Sam Holgate. Auffällig an der Frontpartie sind die schmalen Scheinwerfer und der in den Frontspoiler integrierte Kühlergrill.

 

Perfekt ausbalanciert

Dank Front-Mittelmotor und Transaxle-Konzept mit 8-Gang-Wandlerautomatik und E-Differenzial erweist sich der Vantage auf der Strasse als hervorragend ausbalanciertes Fahrzeug. Die 1530 Kilo Leergewicht sind fast exakt hälftig auf die Achsen verteilt. Das fördert das Fahrerlebnis, denn mit der extrem sensiblen, präzisen Elektrolenkung lässt sich das Auto optimal durch Kurven aller Radien dirigieren. Im zweiten Fahrmodus – Sport Plus – 
bereitet der Engländer höchste Fahrfreude, sowohl auf öffentlichen Strassen als auch auf der Rennstrecke. Bleibt die Fahrstufe Track, noch eine Spur schärfer – und viel lauter. Die Stahlbremse packt kräftig zu und zeigt auch bei längerer harter Beanspruchung keine Schwächen. 

Dass antriebsseitig ebenfalls alles bestens ist, war zu erwarten, vertrauen doch die Aston-Ingenieure neu auf Technik aus Affalterbach: Der Vierliter-V8-Biturbo von AMG leistet 510 PS und stellt schon bei niedrigen Drehzahlen bulliges Drehmoment zur Verfügung. Damit ist das Auto in keiner Fahrsituation in Verlegenheit zu bringen. Das hinter der «schnellen Welle» an der Hinterachse installierte ZF-Getriebe arbeitet im automatischen Modus perfekt und wechselt die Gänge auch bei manuellen Eingriffen sehr schnell. Erfreulicherweise sind die Schaltwippen fest mit der Lenksäule und nicht mit dem Lenkrad verbunden. James soll das nicht kümmern...

Text: Stephan Hauri

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02 Mai 2018