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Schweizer Automarkt

Schweizer stehen positiv zur Autobranche

Dieselmanipulationen und Tierversuche lassen die Schweizer weitgehend kalt: 80 Prozent finden die Autobranche mindestens genauso sympathisch wie im Vorjahr. Das zeigt eine Umfrage von comparis.ch.

Nach den Schlagzeilen über Dieselmanipulationen kamen diesen Winter auch Tierversuche für die Abgasmessung ans Tageslicht. Eine repräsentative Befragung des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch zeigt nun: Die Schweizer lässt das mehrheitlich kalt. Sie stehen nach wie vor hinter der Autoindustrie. 

80 Prozent lassen von Negativmeldungen nicht beirren

80 Prozent der Umfrageteilnehmer geben explizit an, nicht von den Negativmeldungen beeinflusst zu sein: 62 Prozent vertrauen der Autoindustrie heute genauso stark wie im Vorjahr. Bei 18 Prozent hat die Branche im letzten Jahr gegenüber 2016 sogar an Sympathie zugelegt. Gründe sind gleichermassen die Innovationen der Hersteller sowie die neuen Automodelle. 

Grundsätzlich haben die Schweizer eine positive Haltung gegenüber Autos. So finden 44 Prozent der Befragten die Automobilbranche sympathisch bis sehr sympathisch. Bei 27 Prozent der Befragten lösen Autos positive Gefühle aus oder sind für sie sogar ein Statussymbol. Nur 1,3 Prozent nennen explizit negative Gefühle gegenüber Autos.

Nur bei jedem Fünften hat im letzten Jahr das Vertrauen in die Autoindustrie gelitten. Als Hauptgrund nennen die Befragten dabei die seit 2016 aufgedeckten Abgasmanipulationen. Die Tierversuche werden nur halb so häufig als Grund für den Stimmungswandel genannt. 

Geringer Dieselrückgang

Laut Harry H. Meier, Mobilitätsexperte von comparis.ch ist klar, dass die Konsumenten stark differenzieren zwischen den Negativmeldungen und dem tatsächlichen Kaufentscheid: «Der Anteil der neu zugelassenen Dieselautos ist im vergangenen Jahr zwar um rund neun Prozent zurückgegangen. Der Autokauf per se wird aber nicht in Frage gestellt. Die Verkaufszahlen von Neuwagen in der Schweiz bewegen sich stabil bei über 300’000 Fahrzeugen pro Jahr.»

Text: Koray Adigüzel

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16 Mär 2018