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GIMS 2018

Neue Salon-Perspektiven

180 Aussteller, 110 Welt- und Europapremieren, die an rund 70 Pressekonferenzen vorgestellt werden, 900 ausgestellte Modelle, 10’000 akkreditierte Medienvertreter und rund 700’000 erwartete Besucher: Der Genfer Automobilsalon öffnet am 8. März dem breiten Publikum für 11 Messetage die Türen.

Die Geneva International Motor Show öffnet vom 8. bis 18. März 2018 dem breiten Publikum ihre Pforten. An den Pressetagen (6. und 7. März) ist die Messe das grösste Ereignis für Vertreter der Automobilindustrie; Geschäftsführer von Herstellern und Zulieferern, renommierte Designer, Analysten, Vertreter der Politik und prestigeträchtige Botschafter der Marken. 

Anschliessend wird Bundesrat Guy Parmelin die Veranstaltung am Donnerstagmorgen, 8. März, im Beisein der Schweizer Markenvertreter, Botschafter aus den Produktionsländern und zahlreicher nationaler und regionaler Persönlichkeiten offiziell eröffnen, bevor er sich selbst auf einen Hallenbesuch begibt. 

Wichtige Namen fehlen

Leider werden die Marken Opel, DS, Infiniti, Cadillac und Chevrolet dieses Jahr nicht in Genf präsent sein. Insbesondere Opel hat in der Schweiz, nicht zuletzt wegen der einstigen Fertigung in Biel, einen hohen Stellenwert und wird schmerzlich vermisst werden. Der Hintergrund: Opel muss sich nach dem Zusammenschluss mit dem Peugeot-Konzern neu ausrichten. 2019 dürfte der Blitz also wieder in den Palexpo-Hallen auftauchen.

Genf macht aus der Not eine Tugend. Frei gewordene Flächen sind neu verteilt worden. Peugeot und Citroën sind jetzt Nachbarn, Aston Martin kann sich auf dem früheren Opel-Stand richtig ausbreiten, und Audi bringt mit Audi-Sport einen Stand-im-Stand. Darüber hinaus sind einige Staubereiche aufgehoben worden, wo die Besucher früher nur mühsam vorwärts kamen. 

IFA Berlin und GIMS werden Partner  

Eine grosse Herausforderung ist die Tatsache, dass viele Hersteller traditionellen Messen wie Frankfurt, Paris oder Genf keine Priorität mehr einräumen. Sie präsentieren ihre Autos online, an Sport- oder anderen gesellschaftlichen Events und an beliebten Konsumelektronik-Messen wie der CES in Las Vegas.  

Deshalb haben sich die Internationale Funkausstellung Berlin (IFA), quasi die europäische Version der CES Las Vegas, und der Genfer Salon zu „Shift Automotive“, einer gemeinsamen strategischen Partnerschaft, zusammengetan. Das bedeutet, dass sich in Berlin mehr Autohersteller tummeln werden, während Genf die Türen für Samsung, Google, Apple und Co. öffnet. Die Zukunft gilt der branchenübergreifenden Mobilität, also auch Car-Sharing oder autonomes Fahren. Reiner Autoverkauf tritt in den Hintergrund. Details werden noch keine Verraten, aber es zeigt deutlich, wie sich die Autolandschaft verändert – auch am traditionellen Standort Genf.

Wer wird «Auto des Jahres 2018»?

Auf welchem Stand wird der «Car of the Year 2018» zu finden sein? Das Urteil fällt am Montag vor den Pressetagen bei der letzten Abstimmung und der Preisverleihung am Nachmittag. Derzeit im Rennen sind: Alfa Romeo Stelvio, Audi A8, BMW 5er, Citroen C3 Aircross, Kia Stinger, Seat Ibiza und Volvo XC40.

Teilweise verkürzte After-Market-Ausstellung  

Die Fachbesucher schliesslich dürfen mit ihrem Besuch in der Halle 7 nicht allzu lange warten, denn die SAA Expo, die etwas weniger als die Hälfte der Halle einnimmt, wird einmal mehr mit verkürzter Dauer vom 8. bis 12. März stattfinden. Viele kleinere Unternehmen können es sich nämlich nicht leisten, einen grossen Teil der Führungsriege und der Belegschaft über die gesamte Dauer des Salons in Genf einzusetzen.

Andererseits sind viele Anbieter über die ganze Salon-Zeit da, weil sich ihr Angebot nicht nur an ausgesprochene Fachbesucher richtet, sondern von allgemeinem Interesse ist. Diese Aussteller haben ihre Stände bis zum Schluss geöffnet und werden von den „Kurz-Ausstellern“ durch aufwendig eingezogene Wände getrennt. Das soll aber keine Dauerlösung für die kommenden Jahre sein.

Text: Stefan Fritschi

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03 Mär 2018