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Audi A8

Audissimo

Mit der vierten Generation schliesst der Audi A8 wieder zu Siebener-Reihe und S-Klasse auf. Elektrifizierte Antriebsstränge und neue Fahrerassistenzsysteme stehen im Zentrum.

Der Audi A8 ist auf dem Vormarsch. In seiner achtjährigen Laufzeit ist die Luxuslimousine langsam hinter die Wettbewerber aus München und Stuttgart zurückgefallen. Jetzt kommt der Ingolstädter in vollständig neuer Form. Das frische Karosserie-Design trägt bereits die Handschrift des neuen Designchefs Marc Lichte. 

Herausragende Details sind der breiter gewordene Singleframe-Kühlergrill, die schmalen Matrix-LED-Scheinwerfer sowie die markanten seitlichen Sicken, die zu den OLED-Heckleuchten und dem durchlaufenden Lichterband am Heck führen. Die Neuauflage ist mit der Länge von 5,17 Metern in der Normalausführung und 5,30 Metern in der Langversion knapp vier Zentimeter länger und mit der Höhe von 1,47 Metern auch geringfügig höher als der Vorgänger. 

Spaceframe nun auch mit Karbon

Nach wie vor baut der A8 auf einer Spaceframe-Karosseriekonstruktion auf. Neu ist dagegen, dass neben hochfestem Stahl, Aluminium und Magnesium auch extrem verwindungssteifer kohlefaserverstärkter Kunststoff zum Einsatz kommt. Das Verbundmaterial trägt als Rückwand viel zur gesteigerten Steifigkeit der Karosserie bei. 

Auf den ersten Probefahrten erwies sich der A8-Innenraum als extrem gut schallgedämmt. Von den Motorgeräuschen ist kaum etwas zu hören, und Knarzgeräusche gibt es nicht. Ideal zum edlen A8 passt das sauber aufgeräumte und mit hochwertigem Material gestaltete Interieur. Schalter und Taster sind mit der Einführung des neuen Bediensystems fast vollständig verschwunden. Eine Ausnahme bildet nur der Lautstärkeregler auf der Mittelkonsole. Über zwei Touchscreens werden das Navigations- und Infotainmentsystem bedient, respektive die Klima- und Komfortfunktionen gesteuert. Die Bildschirme überzeugen durch hohe Auflösung und haptisches Feedback. Fehlt eigentlich nur, die Fingerabdrücke unsichtbar zu machen.

Chauffeur-Limousine?

Auf dem Chefsessel – rechts im Fond – lässt es sich komfortabel reisen. Der Sitz ist vielfach elektrisch verstellbar, wodurch viel Beinraum entsteht. Optional ist eine Fussmassageeinrichtung in die Rücklehne des rechten Vordersitzes integriert. Ist der Beifahrersitz nach vorne verschoben, kann der Fahrgast seine Füsse ausstrecken und sich die Fusssohlen massieren lassen.

Damit Fahrer und Passagiere bei einer Kollision mit seitlichem Aufprall möglichst gut geschützt sind, sind vorne und hinten serienmässig Seiten-Airbags verbaut. Zudem hebt sich das Auto kurz vor dem Aufprall um bis 80 Millimeter an und reduziert damit die Deformation der Fahrgastzelle. Möglich wird dies durch das neue Luftfeder-Aktivfahrwerk, mit dem jedes Rad individuell be- und entlastet und wodurch der Aufbau optimal geregelt werden kann. Nickbewegungen und Seitenneigung sind damit praktisch völlig verschwunden. Dank optionale Allradlenkung, welche die Hinterräder bei langsamer Fahrt bis zu fünf Grad gegensinnig und ab 60 km/h bis zu zwei Grad gleichsinnig einschlägt, wird einerseits die Manövrierbarkeit  und andererseits die Agilität verbessert.

Bald autonomes Fahren

Der AI-Staupilot wird ab 2018 auf Autobahnen im Stop-and-go-Verkehr bis 60 km/h die Fahraufgaben übernehmen können. Das System managt Anfahren, Beschleunigen, Lenken und Bremsen. Darüber hinaus lässt sich schon bald der A8 auch per Smartphone von aussen in enge Parklücken manövrieren. Der Fahrer steigt dazu aus und steuert das Auto via My-Audi-App.

Trotz ausladender Dimensionen ist der A8 aber auch ein Auto, das dem Fahrer Freude bereitet. Es lässt sich mit den V6-Aggregaten leichtfüssig vorantreiben. Bei der Markteinführung gegen Ende Jahr sind zwei V6-Motoren verfügbar: ein Benziner  mit 340 PS und 500 Nm sowie ein Diesel mit 286 PS und 600 Nm. Beide Triebwerke sind mit einem 48-V-Mildhybridsystem elektrifiziert worden und machen nun das Segeln mit ausgeschaltetem Motor möglich. Ab drittem Quartal 2018 folgen mit dem 449 PS starken Plug-in-Hybrid E-Tron, dem mit Zylinderabschaltung und 585 PS ausgestatteten W12 sowie dem V8-Benziner mit 460 PS/660 Nm weitere Antriebsvarianten. Einen Diesel-V8 dagegen gibt es nicht mehr. Alle Motorvarianten werden mit Achtstufen-Automat kombiniert und geben die Leistung an alle vier Räder ab. Gefertigt werden A8 und A8 L in Neckarsulm.

Text: Stephan Hauri

Bilder: Audi

 

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01 Okt 2017