Verkaufszahlen März 2021 von auto-schweiz

Leichter Aufwärtstrend im März

Erstmals seit Beginn der Krise ist der Auto-Markt der Schweiz und des Fürstentums Liechtensteins wieder gewachsen. Mit 25'236 erstmals in Verkehr gesetzten Personenwagen resultiert im März ein Plus zum Vorjahresmonat von 43,7 Prozent – das erste seit Dezember 2019. Aufgrund dieses Zugewinns, der dem markanten Einbruch im März 2020 auf 17'556 Registrierungen zuzuschreiben ist, steht nach dem ersten Quartal sogar ein kleines Marktwachstum von 1,9 Prozent auf 56'497 Neuimmatrikulationen zu Buche. Für die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf ist auto-schweiz vorsichtig optimistisch.

Veröffentlicht am 05.04.2021

Seit einem Monat sind die Schauräume der Schweizer Garagisten wieder geöffnet, nach der von den Behörden verfügten Schliessung im Januar und Februar. «Die Markenhändler unserer Mitglieder registrieren seitdem eine gesteigerte Nachfrage. Das Frühlingsgeschäft ist und bleibt im Automobilhandel sehr wichtig», konstatiert auto-schweiz-Mediensprecher Christoph Wolnik. Natürlich sind die weiteren Massnahmen entscheidend für die Entwicklung der Nachfrage am Schweizer Automarkt. «Zudem könnte der Versorgungsengpass bei Mikrochips zu möglichen Lieferverzögerungen bei einzelnen Modellen führen», so Wolnik weiter. 

Trotzdem blickt auto-schweiz optimistisch in die Zukunft. Allein wegen des starken Einbruchs der Neuimmatrikulationszahlen im Frühjahr 2020 seien in den kommenden Monaten starke Zugewinne im Vorjahresvergleich zu erwarten, so Christoph Wolnik: «Unser Ziel lautet nach wie vor: 270'000 neue Personenwagen in diesem Jahr. Da liegt noch ein langer Weg vor uns. Wir sind aber guten Mutes, dass wir hier spätestens im zweiten Halbjahr eine Entspannung sehen». 

 

Zwei Drittel aller Autos sind Benziner und Diesel

Aller Elektro-Euphorie und hoher Zuwachszahlen (auf niedrigem Berechnungsniveau) zum Trotz beträgt der Anteil von bewährten Benzinern und Diesel mit 63,3 Prozent weiterhin sehr hoch. 

Insgesamt entfielen in den ersten drei Monaten des Jahres 20'756 Neuimmatrikulationen auf Hybrid-, Plug-in-Hybrid, Elektro-, Gas- und Wasserstoff nach 11'731 im Vorjahr. Davon sind 92,1 Prozent Vollhybride, also Benziner (in wenigen Fällen auch Diesel) ohne externe Lademöglichkeit.

Auch kamen seit Jahresbeginn 4'736 Elektroautos und 4'315 Plug-in-Hybride auf die Strassen der Schweiz und Liechtensteins. Das bedeutet zwar Zunahmen von 51,7 respektive 89,0 Prozent, zeigt aber dennoch, dass E-Autos und PHEVs nur durch hohe Subventionen und Steuergeschenke seitens der öffentlichen Hand oder durch Herstellerrabatte an Mann und Frau zu bringen sind. Wie lange diese Subventionsbereitschaft angesichts leerer Staatskassen und schwierigem wirtschaftlichem Umfeld bei den Importeuren und Händlern noch aufrecht erhalten werden kann, wird sich zeigen. 

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung.

 

Text: Stefan Fritschi
Grafik: auto-schweiz

 

 

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