Sony Vision-S 02

Kommt das Sony-Auto?

Sony hat auf der diesjährigen CES Las Vegas einen zweiten Elektroauto-Prototypen vorgestellt. Der Vision-S 02 basiert auf der bereits bekannten Limousine und ist eine Art SUV-Coupé. Mittlerweile glauben Brancheninsider, dass die Chancen für eine Serienfertigung inzwischen deutlich besser stehen als beim 01. Sony sagt, man wolle diesen Schritt bald prüfen.

Veröffentlicht am 05.01.2022

Bei der in Las Vegas vorgestellten Studie Vision-S 02 handelt es sich gemäss dem Branchenportal "www.electrive.net" und der Sony-Pressemeldung um einen SUV-Ableger der auf der CES 2020 gezeigten E-Limousine Vision-S 01. Beide Modelle nutzen dieselben Plattformen, der Schwerpunkt liege dabei für Sony primär auf dem „Unterhaltungserlebnis“ im Innenraum mit Connectivity und Infotainment-Angeboten – der E-Antrieb ist quasi nur Zugemüse, was bei einem Unterhaltungskonzern nicht weiter wundern sollte ... 

Im Communiqué geht Sony überhaupt nicht auf technische Daten ein. Es bleiben also nur die bekannten Infos zum 01: Die erste Elektroauto-Studie verfügt über zwei E-Motoren, die zusammen 400 kW Leistung liefern. Die Plattform und Elektroauto-Komponenten der europäischen Zulieferer bilden somit die Basis, auf die Sony seine Kompetenzen bei Sensor- und Sicherheitstechnik für das autonome Fahren und das Infotainment aufsetzen kann.

Das E-SUV verfügt über hochauflösende Kameras zur Umfeld-Überwachung des Autos und ein Lidar-System, um den dreidimensionalen Raum genauer erfassen zu können. „Sony möchte mit seinen Sensor- und Kommunikationstechnologien allen mehr Sicherheit und Komfort bieten“, heisst es in der Mitteilung. Weitere Features sind Gestensteuerung, ein 5G-System sowie Sitz-Lautsprecher, die ein dreidimensionales Klangbild erzeugen sollen.

An der Front folgt der Vision-S 02 der selben Designsprache wie die Limousine, die sich stark an Tesla anlehnt. In der Seitenansicht fallen die neuen, aerodynamisch verkleideten Felgen sowie die bogenförmige Dachlinie auf. Ansonsten wirkt der Entwurf gefällig und ohne besondere Vorkommnisse, eine prägnante Design-Persönlichkeit ist nicht auszumachen. Das Sony-SUV ist ein Siebensitzer. Die Japaner haben sich nach eigenen Angaben für diese Karosserieform entschieden, um „die Anpassung an eine Vielzahl von Lebensstilen in einer Gesellschaft mit zunehmend diversifizierten Werten fördern“. Was auch immer das heissen mag ...

Beide Sony-Stromer könnten tatsächlich auf den Markt kommen, denn der japanische Elektronik-Riese kündigt nun an, im Frühjahr 2022 eine Tochtergesellschaft Sony Mobility gründen zu wollen, um den Einstieg in den Elektroauto-Markt zu prüfen. Einen Zeitrahmen, bis wann eine Entscheidung fallen soll, gibt das Unternehmen nicht an. Auch ist nicht klar, auf welchen Märkten man aktiv werden will. Da die grossen Hersteller mittlerweile im Elektro-Geschäft gut aufgestellt sind, wird es für "Quereinsteiger" wie Sony zunehmend schwieriger. 

 


Text: Stefan Fritschi, electrive.net und Sony
Fotos: Sony

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