Formel 1

Audi entert mit Saubers Hilfe die Formel 1

Ab 2026 wird Audi in der Formel 1 mitmischen. Nun wurde bekanntgegeben, dass man sich Sauber als strategischen Partner mit ins Boot geholt hat. Die Aufgabenteilung: Audi entwickelt die Antriebseinheit, Sauber das Auto.

Veröffentlicht am 05.12.2022

Für das Formel-1-Projekt braucht Audi Platz und gibt mächtig Gas. Dazu wird das Kompetenz-Center Motorsport am Standort Audi Neuburg um rund 3000 Quadratmeter erweitert. Im Neubau sollen vor allem neue Prüfstände für die Entwicklung der Power Unit installiert werden. Die Bauarbeiten für den Anbau haben bereits begonnen, damit ab 2026 die Fertigung der Antriebseinheit dort starten kann. Sie besteht aus Energierückgewinnungssystem, elektrischem Motor, Batterie, hocheffizientem Verbrennungsmotor und Getriebe. Etwa 50 Prozent der Antriebsleistung wird elektrisch sein. 

Die Fertigstellung der Erweiterung ist für das erste Quartal 2024 geplant. Bereits ab März 2023 soll ein Teil des neuen Gebäudes in Betrieb genommen werden. Aktuell arbeiten rund 220 Mitarbeitende für das Formel-1-Projekt. Das Ziel sind mehr als 300 Mitarbeitende bis Mitte 2023.

Sauber wird zum Audi-Werksteam

Bereits drei Jahre später mischt Audi in der Königsklasse des Motorsports mit. Als strategischen Partner hat man die Schweizer Sauber Group mit im Boot und startet fortan als Audi-Werksteam. Darüber hinaus planen die Ingolstädter, einen Teil der Sauber Group zu übernehmen.

«Wir freuen uns, für unser ambitioniertes Formel-1-Projekt einen derart erfahrenen und kompetenten Partner gewonnen zu haben», sagt Oliver Hoffmann, Vorstand technische Entwicklung der Audi AG. Bereits während seiner Le Mans-Zeit nutzte Audi den Windkanal von Sauber in Hinwil.

Audi liefert Motoren, Sauber das Auto

Die Aufgabenteilung für die Formel 1 sieht folgendes vor: Audi entwickelt die Antriebseinheiten, bestehend aus Verbrennungsmotor, Elektromotor, Batterie und Steuerungselektronik. Sauber entwickelt das Auto und übernimmt den Bau. Zudem sind die Hinwiler für Planung und Durchführung der Renneinsätze zuständig. Die ersten Testfahrten sind für 2025 angesetzt.


Audi gibt schon einmal einen Ausblick darauf, wie der Werkswagen ab 2026 aussehen könnte.

«Offizielles Werksteam von Audi zu werden, ist nicht nur eine Ehre und eine grosse Verantwortung: Es ist die beste Option für die Zukunft, und wir sind fest davon überzeugt, dass wir Audi helfen können, die Ziele zu erreichen, die sie sich für ihren Weg in die Formel 1 gesetzt haben», so Frédéric Vasseur, CEO Sauber Motorsport & Team Principal.

Bis 2025 kommen die Motoren noch von Ferrari

Bis Sauber Audi-Werksteam wird, kommen die Motoren weiterhin von Ferrari. Seit 2019 ist man unter dem Namen «Alfa Romeo Racing» unterwegs. Gerüchten zufolge könnte für die Saison 2024 und 2025 aber wieder der Name «Sauber» zurückkehren.

E-Fuels und mehr Elektro-Power ab 2026

Ab der Saison 2026 fahren die Formel-1-Boliden mit deutlich mehr elektrischer Leistung. Schon der Verbrenner leistet 400 kW (544 PS), der Elektro-Motor wird noch einmal fast viel dazu liefern. Zudem werden die 1,6-Liter-Turbo-V6 mit synthetischem Kraftstoff betankt, was die Emissionsbilanz verbessert. Aktuell werden erst zehn Prozent E-Fuels beigemischt. Bis 2030 hat sich die Formel 1 zum Ziel gesetzt, komplett CO2-neutral zu werden.

Text: Moritz Doka
Bilder: Audi

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