11‘000 Touren

Aston Martin Valkyrie Spider: der Extrem-Roadster

Mit dem Aston Martin Valkyrie Spider präsentieren die Engläder bereits das dritte Modell des Hypercars, bevor es überhaupt in Serie geht. Will man so das Kundeninteresse hochhalten trotz steter Programmverspätungen?

Veröffentlicht am 13.08.2021

In der Welt der Hypercars vergeht kaum ein Tag ohne vollmundige Neuankündigungen. In Kleinstserie und Manufaktur entstehen rund um den Globus unzählige Sammlerautos zu teils deutlich siebenstelligen Beträgen. Besonders der Umstieg auf Elektromobilität mit dem Entfall komplexer Verbrennungsmotoren macht es den Glücksrittern leicht mit 1‘000 E-PS und mehr die Kunden zu locken.
 
Ganz anders läuft es bei Aston Martin. Die britische Traditionsschmiede hatte es in den vergangenen Jahren nicht leicht. Erfolgsverwöhnt startete man mit dem damals neuen V8 Vantage in die 2000er-Jahre, doch seitdem blieb der grosse Wurf aus. Die neue Modellpalette kann nicht mehr an alte Verkaufszahlen anknüpfen.

Aston Martin profitiert von deutscher AMG-Technik

Erst mit der AMG-Kooperation kam neuer Schwung in die Entwicklung. Die Mannschaft aus Affalterbach liefert nicht nur die Elektronik-Architektur und das Infotainment zu, sondern auch den 4,0-Liter-V8-Biturbo in diversen Ausbaustufen.
 
Doch um den Auftritt der Marke noch stärker zu schärfen braucht es mehr, als einen Technologietransfer von Mercedes-AMG. Es braucht ein echtes Hypercar, das alles andere in den Schatten stellt. Mit dem Aston Martin Valkyrie haben die Briten ein solches Auto. Wenn auch der Weg dorthin steinig war. Als AM-RB 001 vor fünf Jahren präsentiert, dann in Valkyrie umbenannt und nun bereits um Jahre verspätet.
 
Mit dem Aston Martin Valkyrie AMR Pro gibt es sogar schon eine High-Performance-Version des High-Performance-Autos. Auf der Monterey Car Week in Pebble Beach zeigt das Team aus Gaydon geladener Kundschaft nun die bereits dritte Variante: den Aston Martin Valkyrie Spider.

Der Aston Martin Valkyrie Spider kommt ohne Dach auf 330km/h

Basierend auf dem Coupé gibt es ein entnehmbares Carbon-Dach und Flügeltüren. Die Aerodynamik soll somit nur kaum beeinträchtig werden, ebenso das Gewicht kaum nach oben korrigiert. Der Antriebsstrang bleibt beim bekannten Cosworth-V12 mit 6,5 Litern Hubraum. Bei einer Höchstdrehzahl von 11‘000 Touren leistet er zusammen mit einem kleinen Hybrid-Boost-Motor 1‘156PS.
 
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 330km/h. Viel wichtiger als Längsdynamik ist allerdings die Kurventauglichkeit des Aston Martin Valkyrie Spider. Aston Martin spricht davon, dass der Spider Rundenzeiten nahe des LMP1-Niveaus erreichen kann.
 
Ob allerdings einer der 85 glücklichen Aston Martin Valkyrie Spider dazu in der Lage ist, bleibt fraglich. Ebenfalls fraglich wie lange die Geduld der Wartenden noch reicht – denn der Marktstart der Walküren ist noch immer nicht abzusehen.

Text: FM
Bilder: Aston Martin

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