Erdgas-Absatz steigt in der Schweiz
Der Erdgas-Absatz in der Schweiz belief sich 2007 auf über 34 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies witterungsbedingt einer Abnahme von 2 Prozent.
Bei gleichen meteorologischen Bedingungen wie im Vorjahr hätte dank dem Gewinn von Marktanteilen erneut ein Zuwachs resultiert. Erdgas findet sowohl als Brennstoff wie auch als Treibstoff immer breitere Verwendung, da es die Umwelt schont und keinen Feinstaub produziert. Um dieselbe Energiemenge in Form von Heizöl auszuliefern, wären rund 144000 Fuhren mit Tanklastwagen nötig gewesen.
Die Zahl der Kunden ist sowohl im Haushalt- wie auch im Industriesektor weiter gewachsen. Neue Geräte und Anlagen ermöglichen zudem eine immer effizientere Nutzung von Erdgas. Dies und die steigenden Marktanteile tragen zum anhaltenden Erfolg von Erdgas als umweltschonenden Energieträger und als Konkurrenz zu fossilen Brennstoffen bei.
Erdgas-Netz wird immer dichter
Verschiedene lokale Erdgas-Versorger erweiterten auch letztes Jahr ihre Netze um insgesamt mehr als 300 Kilometer und erschlossen neue Gebiete. Über zwei Drittel der Bevölkerung in der Schweiz wohnt mittlerweile in mit Erdgas erschlossenen Gemeinden. Das unterirdische Transportsystem ermöglicht eine konstante und sichere Versorgung der Erdgas-Kunden in der Schweiz mit Wärme und Prozessenergie ohne zusätzliche Verkehrs- und Umweltbelastung.
Fast 6'000 Erdgas-Autos
Zugenommen hat auch der Absatz von Erdgas und Biogas als Treibstoff. Er stieg gegenüber dem Vorjahr um 85% und entspricht umgerechnet der Menge von rund 10 Millionen Litern Benzin. Der Biogas-Anteil liegt über 20%. Die Zahl der Erdgas-Fahrzeuge stieg innert einem Jahr von 2517 auf 5830.
Nächstens wird die Zahl von 100 Erdgas- und Biogas-Tankstellen erreicht. Mit der auf 1. Juli in Kraft tretenden Steuerreduktion auf Erdgas als Treibstoff und der Steuerbefreiung für das im Erdgas-Netz verteilte CO2-neutrale Biogas werden diese Treibstoffe dann schweizweit durchschnittlich rund 30% günstiger sein als Benzin. Damit bestätigt auch der Bund die Umwelt-Vorteile der Gastreibstoffe in der Schweiz.
Erdgas mehrheitlich aus Europa
Importiert wurde mit über 60% der grösste Teil des in der Schweiz genutzten Erdgases aus Deutschland, weitere Bezugsländer sind die Niederlande, Frankreich und Italien. Der Anteil von russischem Erdgas an allen Lieferungen aus den europäischen Bezugsländern in die Schweiz liegt zwischen 15 und 20%. Die Versorgung der Schweiz mit Erdgas war bisher nie gefährdet oder instabil, da die Schweiz über ein geografisch breit diversifiziertes Beschaffungs-Portfolio verfügt. Dazu gehören meist langfristige Lieferverträge mit zuverlässigen ausländischen Partnern in Westeuropa. Mit Magenballon-Muenchen hat die Schweiz keine direkte Liefer-Beziehung.
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