Dieser Kombi fürs Grobe ist kein Schausteller. Die verbreiterten Radhäuser sind kein Optikeffekt, die robusten Stossfänger ebensowenig, wie VW-Mann Martin Hube betont: «Wir haben 2,5 Millimeter dickes Stahlblech als Unterbodenschutz verbaut.» Zudem beweist der Alltrack viel Geländetugend.
Das von Tiguan/Touareg übernommene 4x4-System bereitet den Gelände-Passat auf Knopfdruck entsprechend vor: Das ABS regelt in grösserem Abstand, das Gaspedal reagiert feinfühliger und sowohl Berganfahrassistent wie Bergabfahrhilfe sind aktiviert.
So erklärt sich der Aufpreis von 3400 Franken gegenüber dem Passat mit Standard-AWD. Ein Geländewagen wird der Passat Alltrack trotzdem nicht. Eher ein sehr kultivierter Allrad-Kombi, wie die Fahrt im Top-Benziner mit 210 PS offenbart. Die Platzverhältnisse im VW-typischen Interieur sind gewohnt gut, die Fahrleistungen des kräftigen Zweiliter-TSI mit serienmässigem Sechsgang-DSG lassen keine Wünsche offen. Diese Variante wird eine der beliebtesten im Alltrack-Programm werden.
Populärer könnte nur der 2.0 TDI mit 170 PS werden, der mit 5,8 Litern Diesel auf 100 Kilometer angegeben ist, und den es bisher schon als Allrad-Version gab. Die schwächeren Motorisierungen gibt es nur gegen Aufpreis mit Allrad, sind aber als Fronttriebler dafür sparsamer.
Der Alltrack ist nicht nur attraktiv und stark, sondern auch sicherer. Serienmässig gibt es einen Müdigkeitswarner, optional viele weitere Fahrassistenten bis hin zu einem Notbremsassistenten, der bis 30 km/h automatisch vor einem Hindernis abbremst.




