BMW X3 30d: Rassiger Allrounder

BMW X3 30d

258 PS und 560 Nm sind Daten, die einem Sportwagen gut zu Gesicht stehen. Als Diesel im BMW X3 sorgen sie für souveräne Fahrleistungen bei niedrigem Verbrauch. Wenn man den Gasfuss beherrscht.

Der BMW X3 hat das Zeug zum Freund des Lebens. Erst recht, wenn in ihm ein Dreiliter-Dieselherz schlägt, das wenig nimmt, aber viel gibt. Dessen Herzfrequenz ist hoch: 258 PS und 560 Nm, die bereits bei 1500 Umdrehungen ihre ganze Muskelkraft bereitstellen, garantieren Souveränität. Spontan und elastisch marschiert das Zweitonnen-Schwergewicht los. 6,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h sind nicht von schlechten Eltern.

BMW X3 30d
Preis ab Fr. 74.400
Zylinder/Hubraum R6/2993 cm³
Leistung 190 kW/258 PS bei 4500/min
Drehmoment 560 Nm bei 2000/min
Antrieb Allrad
0 bis 100 km/h 6,2 s
Spitze 230 km/h
Norm-Mix (MVEG) 6,0 l/100 km, Diesel
CO₂/Effizienzkategorie 159 g/km/A
Länge/Breite/Höhe 465/188/166 cm
Ladevolumen 550–1600 Liter
Gewicht/ZuladungAnhängelast 1875/495/2400 kg

Sparsam im Verbrauch

Wer glaubt, der starke Bayer trinke dann einen über den Durst, wird freudig überrascht. Selbst längere Vollgasfahrten auf deutschen Autobahnen mit Spitzengeschwindigkeiten bei 200 und 230 km/h bedeuten kaum mehr als zehn Liter Verbrauch. Das ist bei diesen Tempi und für dieses Gewicht ein guter Wert.

Es geht aber nicht nur wuchtig zur Sache, sondern ganz zahm. Mit leichtem Gasfuss auf der ai-Verbrauchsrunde sind gerade mal 6,3 Liter aller Ehren wert. Stopp-Start- und die serienmässige Achtgangautomatik unterstützen den Sechszylinder beim Sparkurs. Sanft und fix werden die Gänge gewechselt. Wer selbst Hand anlegen will, verwaltet die acht Zahnkränze per Schaltwippen hinter dem Lenkrad.Der werkseitig prognostizierte Norm-Mix von glatt sechs Litern auf 100 Kilometern bleibt aber Illusion.

Hart im Nehmen und Geben

In Sachen Fahrkomfort fordert der starke X3 dann aber seinen Tribut. Klar straffer und härter abgestimmt als Tiguan und Co., überträgt der Unterbau eine gesunde Härte an die Passagiere. Kurz aufeinanderfolgende Wellen verdaut er nur widerwillig.

Stoisch und souverän meistert er dagegen schnell gefahrene Kurven. Wen es nach noch mehr Dynamik gelüstet, der ordert via Tastendruck neben dem Schalthebel das Menü «Sport». Die sehr direkte Lenkung wird noch eine Spur spitzer, die Dämpfungsqualität aber stumpfer. Für den Alltagsgebrauch reicht der Normal-Modus. Das gilt auch für den Ausflug ins Gelände.

Schlamm, nein – Wasser, ja

Mit intelligentem Allradantrieb und einer Kraftverteilung im Normalfall von 40 Prozent an Vorder- und 60 Prozent an der Hinterachse meistert der X3anspruchsvollere Passagen und dürfte als Zugfahrzeug für Boot und Pferd zur ersten Garnitur gehören. Ein Schlammwühler ist das SUV aber nicht. Mit nur 21 Zentimetern Bodenfreiheit stösst der Diesel-Sportler schnell an seine Grenzen. Wasserdurchfahrten sind für ihn aber kein grosses Problem. Beachtliche 500 Millimeter Wattiefe gehören zum Besten, was das Segment zu bieten hat.

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Jörg Petersen

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