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VW Scirocco

VW Scirocco

munter macher

34 Jahre nach der Premiere des Ur-Scirocco fegt der heisse Wüstenwind im neuen VW-Look über die Strassen. Breiter, flacher, schneller. Ein Fahrbericht.

Jene Generation, die auf der PlayStation virtuoser Auto fährt als im richtigen Leben, wird den neuen Scirocco heiss lieben. Fast unwirklich leicht lässt er sich hocheffizient über den ehemals russischen Militärflugplatz bei Berlin dirigieren. Die Landschaft zieht wie im Flug vorbei.

VW Scirocco

Man kennt die erfolgreichen Kombinationen von technischen Bausteinen aus dem VW-Regal bereits. In der dritten Generation des Scirocco, dem hier verführerischen, heissen Wüstenwind aus Nordafrika, finden sie einen neuen Höhepunkt.

Die scharf geschnittene, flache, breite und in einer harmonischen Keilform endende Karosserie sieht in freier Wildbahn und in trendigem Weiss markant heisser aus als bei der Enthüllung am Genfer Auto-Salon. Mit der kompromisslos hohen Ladekante des Laderaums ist sie auch ordentlich steif. Das garantiert ausgezeichnetes Handling und messerscharfes Einlenken – wichtige Essenzen für ungetrübten Fahrspass.

Wer erwartet, dass sich der Scirocco zum aktuellen Golf GTI fahrdynamisch kaum unterscheidet, sieht sich getäuscht. Beim neuen Sportcoupé aus Wolfsburg wurde alles zur Perfektion getrieben, ohne dabei das Fahrvergnügen einzuschränken.

VW Scirocco TachometerAgil und Modern Der mit rund 1300 kg Gewicht relativ leichte Fronttriebler überzeugt mit narrensicherem Handling. Das Cockpit ist modern, übersichtlich und erstaunlich geräumig. Hinter dem dicken Lenkradkranz verbergen sich Schalt-wippen für das DSG-Getriebe des 2.0 TSI.
VW Scirocco Cockpit

Ein entscheidender Mosaikstein des überzeugenden Gesamtpakets sind die im 1,4-Liter-Turbo (160 PS) und in dem von uns gefahrenen Spitzenmodell 2.0 TSI (200 Turbo-PS) angebotenen DSG-Doppelkupplungs-Getriebe mit sieben, respektive sechs Gängen. Wahlweise schalten sie automatisch oder mittels Schaltwippenbefehle – immer sehr schnell, beim Zurückschalten mit klangvollem Zwischengas und stets völlig ruckfrei ohne spürbare Zugkraftunterbrechung. Ein Traum! Zusätzlich reduzieren DSG-Getriebe den Verbrauch je nach Motorentyp bis zu 12%, gegenüber einer Wandler-Automatik wären es bis zu 20%.

Einfacher und effizienter geht es nicht. Beim Erreichen der Maximaldrehzahl von 7000/min schaltet das DSG automatisch hoch, bei Ampelstopps legt es selbsttätig den ersten Gang ein, und bei Bedarf reagiert es auch auf den Kick-down.

Ebenso narrensicher und effizient wie die Getriebeschaltung ist das ausgewogene Fahrwerk. Primär profitiert das Handling von einer zum Golf verbesserten Gewichtsverteilung und dem für ein Coupé eher langen Radstand des Golfs (2,58 Meter).

Dazu kommen eine zum Golf GTI deutlich verbreiterte Spurweite (vorne +35 mm, hinten +59 mm), hintere Radträger aus Aluminium, viel ausgefeilte Regel-Elektronik und die beim Testwagen montierten Optionen wie 18-Zoll-Räder (235/40) sowie die für ambitionierte Fahrer empfehlenswerte aktive Fahrwerksregelung DCC mit verstellbaren Dämpfern.

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