Noch immer ist die Stimmung in der Autoindustrie gedämpft, doch insbesondere bei den drei heimischen Autokonzernen ist wieder vorsichtiger Optimismus zu spüren. Der Fokus der US-Hersteller und der Europäer liegt auf dem Hybridantrieb. Der Technologie-Vorsprung von Toyota schmilzt.
Bei Ford, das sich ohne US-Regierungshilfe wieder freigestrampelt hat, gibt man sich am zuversichtlichsten - die Ausstellungsfläche ist grösser als die von VW, Porsche und Audi zusammengenommen. Mit dem Fusion enthüllt die Detroiter Traditionsmarke die US-Version des kommenden Mittelklassewagens Mondeo. Zum US-Start bietet Ford den Fusion mit Vierzylinder-Benzinern sowie als Hybrid und Plug-in-Hybrid («Energi») an. Die serienreife Europaversion des Mondeo soll - praktisch unverändert - bereits zum Pariser Salon im Spätsommer folgen.
Der Chrysler-Konzern backt etwas kleinere Brötchen und bringt den Dodge Dart an den Start, eine kompakte Stufenhecklimousine auf Basis des Konzernbruders Alfa Giulietta, mit drei Benzinmotoren (davon einem Fiat-Triebwerk) sowie Handschaltung, Automatik oder Doppelkupplungsgetriebe.
Chevrolet zeigt neben dem sportlichen Sonic RS, der in Europa bald auch als Aveo RS an den Start geht, mit dem Tru 140 S und dem Code 130 R zwei sportliche Coupé-Studien, die durchaus Chancen auf eine Serienfertigung haben. Nebenan feiert der Cadillac ATS Premiere, der im Premium-Segment vor allem den BMW 3er ins Visier nimmt. Neben einem 3,6-Liter-V6 sind zwei Vierzylinder mit und ohne Turboaufladung im Angebot.
Bei den Europäern sorgt erneut VW für die beste Premierenshow mit dem Auftritt des Jetta Hybrid (1.4 TSI mit 150 PS gepaart mit 27 PS starkem E-Motor) und der rassigen Roadster-Studie E-Bugster. Der vollelektrische Zweisitzer-Beetle beeindruckt mit flach gestellter Frontscheibe und Hardtop.
Porsche fährt das 911 Cabrio vor, dessen passgenaues Stoffdach ultraleicht gebaut ist und im geschlossenen Zustand die Dachlinie des Coupés exakt nachahmt.
Bei Bentley zeigt sich der Continental GT erstmals mit Downsizing-V8-Biturbo, der aus vier Litern Hubraum 500 PS Leistung schöpft.
Volvo präsentiert mit dem XC60 Plug-in Hybrid eine weitere Variante des bereits im V60 vorgestellten Diesel-Hybrid-Antriebs.
Mercedes enthüllt zum 60-Jahr-Jubiläum des SL die Neuauflage des sportlichen Cabrios sowie zwei Hybridvarianten der E-Klasse. Auf dem Smart-Stand überrascht die Pickup-Studie For-us.
BMW zeigt auf dem eigenen Stand die Hybridvariante des neuen Dreiers, das 6er Gran Coupé fehlt jedoch. Bei Mini feiert der zweisitzige Roadster seine Publikumspremiere.
Die Japaner geben sich diesmal zurückhaltend. Bei Nissan rollt der nächste Pathfinder noch als Konzept auf die Bühne, dazu kommt der NV-200 als vollelektrischer Van.
Weitere Weltpremieren von Honda/Acura, Toyota und Lincoln folgen in den nächsten Stunden. Für das Publikum öffnet die Detroit Auto Show am 14. Januar die Tore.






