Lotus Evora

Lotus Evora Vier Plätze, Isofix-Kindersicherung, Tempomat!
Verkommt Lotus zum Familienfreund? Mitnichten, wie wir bei einer ersten Ausfahrt in den schottischen Highlands feststellten.
Nur 27 Monate vergingen, bis der Evora auf der Strasse stand. «Manch anderer Sportwagen-Hersteller schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, erfährt er, mit welch kleinem Budget wir das Projekt realisierten», so Lotus-Sprecher Andreas Männer.
Über dessen Kosten breiten die Lotus-Ingenieure das Tuch des Schweigens. Für Roger Becker, seinerzeit Stuntfahrer des unterwassertauglichen Esprit im 007-Klassiker «Der Spion, der mich liebte» und heute technischer Direktor bei Lotus, ist das Projekt Herzensangelegenheit. «Ja, es ist mein Baby», gibt der Evora-Ziehvater zu verstehen. «Ein Baby, das nichts von der Lotus-Philosophie eingebüsst hat.»
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| LEICHGEWICHTE Optionale Schmiederäder (Fr. 2985.-) bieten 3,2 Kilo Gewichts- ersparnis. |
Heisst: Leichtbauweise und Sportlichkeit stehen im Vordergrund. Nur 203 Kilo wiegt das steif ausgelegte Chassis. Komplett bringt der Evora - Luxus und Komfort zum Trotz - 1382 Kilo auf die Waage. Ein Porsche Cayman S wiegt 1425 Kilo. Zwei Gesellen, die es sich gefallen lassen müssen, miteinander verglichen zu werden.
Was sich uns am Loch Lomond in den schottischen Highlands präsentiert, kann sich sehen lassen. Lange Überhänge, kurzes Heck, und das bei Dimensionen von 4,34 m Länge, 1,84 m Breite und 1,22 m Höhe. Der gegenüber der Elise/Exige-Baureihe um 28 cm auf 2,58 Meter gewachsene Radstand kommt dem Interieur zugute.
Das zeigt sich von seiner besten Seite. Der Einstieg? Problemlos. Die breiten Seitenschweller sind auf ein Minimum reduziert. Geradezu elegant lässt es sich in die lederbezogenen Recaros gleiten. Nein, nicht bretthart, aber dennoch straff gepolstert. Übersichtliche, riesige Rundinstrumente und eine Vielzahl grossdimensionierter Knöpfe empfangen uns im Cockpit.
Ja, selbst ein Handschuhfach, Tempomat und man höre und staune sogar Isofix-Kindersitzverankerungen sind vor Ort. Von Minimalismus keine Spur. Erst recht nicht, wenn selbst eine Rückfahrkamera (+ Fr. 892.-) die Rundumsicht-Kritiker Lügen straft.
Das, was den Evora noch mehr von Elise & Co. abhebt, spielt sich im Fond mit zwei zusätzlichen Sitzen ab. Okay, halbe Sitze, nun gut, Drittel-Sitze. Für Erwachsene punkto Platzangebot ein Problem, auch für Jugendliche. Für Kinder bis 10 Jahre ausreichend, aber auch nur auf Kurzstrecke.
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