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Renault Clio R.S. 16

Bereit für die Piste

Nur zwei Exemplare des Clio R.S. 16 hat Renault bisher gebaut: einen schwarzen Aggregateträger und ein knallgelbes Show Car, das wir nun exklusiv auf dem Circuit des Écuyers testen durften.

Mit seinem Namen und der Lackierung zitiert er das aktuelle Formel-1-Auto, gleichzeitig verkörpert der Clio R.S. 16 das Geburtstagsgeschenk zum 40. von Renault Sport. Entstanden ist der Prototyp – im Wesentlichen ein Clio R.S. mit der Antriebsmechanik des Mégane R.S. 275 Trophy R – in den ersten fünf Monaten dieses Jahres bei Renault Sport Cars im nordfranzösischen Les Ulis. Wir haben seine Entwicklung hautnah miterlebt und sind gespannt wie ein Flitzbogen, wie sich der kleine Renner auf der ersten Probefahrt anfühlt.

Mit dem Gewicht des serienmässigen Clio R.S. und der Leistung von 273 PS bringt er hervorragende Voraussetzungen mit. Und für den Abstecher auf die Rennpiste brauchten ihn die Entwickler auch nicht mit Rücksitzen oder Klimaanlage auszustatten. Schon sein Äusseres aber weist unmissverständlich auf die Bestimmung hin, möglichst schnell durch das Kurvengeschlängel zu fahren: Ein gewaltiger Karbon-Flügel über der Heckscheibe generiert bei 200 km/h einen Abtrieb von 40 Kilo, schwarze 19-Zoll-Räder mit Michelin-Reifen des Typs Sport SP2 sollen für Grip sorgen.

Ab in die Prärie

In der Normandie, weit weg von grösseren Agglomerationen, soll der Clio R.S. 16 beweisen, was in ihm steckt. Der 3,5 km lange Circuit des Écuyers ist eingebettet zwischen Wäldern und Wiesen. Eben dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Nun ist Warmlauf angesagt. Unternehmungslustig brummt die Zweiliter-Turbomaschine durch die Akrapovic-Röhren, der Kurzzeit-Testfahrer klemmt sich zwischen die hohen Wangen des Schalensitzes, wird festgezurrt mit 6-Punkt Gurten – und übernimmt das Kommando.

Das Schalten geht leicht und präzise von der Hand, die Kupplung erfordert keine AthletenWaden. Gewaltig ist das Drehmoment, heftig der Vortrieb. Als typischer Turbomotor braucht der Zweiliter keine hohen Drehzahlen, und sogar die sechs Gänge scheinen grosszügig bemessen. Die Vorderradaufhängung mit entkoppelter Lenkachse stammt im Wesentlichen vom Mégane, verfügt aber über neue Achsschenkel. Leichtgängig führt die Elektrolenkung den gelben Renner durch Kurven, der Antriebsein uss am Lenkrad ist gering, die Seitenneigung der Karosserie minimal. Typisch Fronttriebler neigt der R.S.16 zwar zum Untersteuern, mit durch Lastwechsel provozierten leichten Heckschwüngen lässt sich dies aber überspielen. Die robuste Hinterradaufhängung aus dem Rallye-Auto Clio R3T, die Öhlins-Dämpfer, eine leicht vergrösserte Spurweite und Sportreifen machen aus dem schnel- len Strassenfahrzeug auch einen Anwärter für die Rennpiste.

Stephan Hauri sagt: «So weit, so gut. Nun möchten wir aber wissen, ob in Dieppe, wo das neue Modell von Alpine entsteht, auch der schnelle Clio gebaut wird. An Nachfrage dürfte es nicht fehlen.»

Bilder: Renault

Technische Daten

Preis ab Nicht käuflich
Hubraum 1998 cm3
Leistung 201 kW/273 PS bei 5500/min
Drehmoment 360 Nm bei 3000–5000/min
Getriebe/Antrieb 6-Gang manuell, Vorderrad
0 bis 100 km/h 5,7 s
Spitze > 230 km/h
Norm-Mix k.A.
CO₂ Emissionen k.A.
Energieeffizienz .k.A.
Länge/Breite/Höhe 4090/1730/1430 mm
Leergewicht 1200 kg
Ladevolumen k.A.
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15 Sep 2016