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Byton

Das Auto mit Fernseher

Der neue chinesische Hersteller Byton präsentiert ein Konzept, das so ziemlich das Gegenteil von dem ist, was sich Petrolheads wünschen. Ist dies das smarte Auto von 2020?

Geht es nach dem chinesischen Start-Up Byton (abgeleitet von Bytes on Wheels), dann definiert sich das moderne, smarte Auto über das Interieur. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Hersteller auf ein ganz neuartiges Auto-Erlebnis setzt, bei dem das eigentliche Fahren zweitrangig ist!

Ein modernes SUV

Obwohl Byton einen ganz anderen Ansatz pflegt und das Auto nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern auch Lebensraum sieht, ist das Design weitgehend konventionell. Als erstes Modell bauen die Chinesen ein flaches SUV mit einer Länge von 4,85 Metern. Das cleane Design ohne Türgriffe und Spiegel sowie die aufwendige LED-Beleuchtung wirken futuristisch. Auf der anderen Seite bringen die schwungvolle Fensterlinie und die sportlich ausgeformte Motorhaube klassische Automobilbau-Akzente.

Elektrischer Antrieb

Die Zukunft fährt elektrisch, klar. Den Byton wird es mit Heck- und Allradantrieb mit unterschiedlichen Leistungsstufen geben. Die heckgetriebene Basis wird von 220 kW angetrieben, die Reichweite wird mit 400 Kilometern angegeben. Die stärkere Allradversion leistet 350 kW und soll 520 Kilometer weit kommen. Wie alle Hersteller verspricht auch Byton eine 30-minütige Ladedauer für 80% an einer Schnell-Ladestation. Das setzt aber das Vorhandensein einer ebensolchen voraus.

Gesichtserkennung und Fernseher

Ein Funkschlüssel ist von vorgestern. Wie es Smartphones schon können, kann auch der Byton seinen Besitzer via Face ID identifizieren. Das ist aber bei weitem nicht das einzige Gadget. Der Wow-Effekt tritt beim Betrachten des Interieurs auf, denn was ansonsten an Bildschirmgrösse üblich ist, trägt der Byton im Lenkrad als Touchscreen mit sich herum. Ein 49"-Monitor (!) nimmt dafür das gesamte Armaturenbrett ein. Der Bildschirm ist frei konfigurierbar, bedient wird er über die Sprache oder eine Gestensteuerung. Auf Knöpfe verzichtet das Auto komplett, lediglich das Lenkrad verfügt über ein paar wenige Knöpfe. So werden autonome Autos bestimmt mal aussehen – der Byton fährt aber noch manuell. Das gigantische Ablenkungspotenzial des Riesenscreens scheint die Chinesen aber nicht zu kümmern.

Wohnzimmer

Nicht nur der TV-ähnliche Screen schafft eine Wohnzimmer-Atmosphäre. Auch die breiten Sessel mit integrierten Armlehnen und das Nichtvorhandensein eines Mitteltunnels sind nicht gerade typisch für ein Auto. Die Fondpassagiere nehmen ebenfalls auf zwei Einzelsitzen Platz, ihnen steht jeweils ein eigener Screen zur Unterhaltung zur Verfügung.

Kampfpreis

Es ist nicht zu vergessen, dass es sich offiziell noch um ein Konzeptauto handelt. Doch schon 2019 will Byton mit der Auslieferung in China beginnen und zwar zu einem Preis von umgerechnet 45'000 Dollar! Ein Jahr später startet der Hersteller in den USA durch und je nach Marktsituation sogar in Europa.

Text: Koray Adigüzel

Bilder: Byton

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10 Jan 2018