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Alpine A110

Rückkehr einer Legende

Endlich ist sie da: die Neuauflage der legendären Alpine A110 kommt im Frühjahr 2018 in die Schweiz. Kann sie dem Original aus den 1960ern und 1970er das Wasser reichen? Wir durften die Première Edition auf den Bergsträsschen der Provence und dem Circuit du Grand Sambuc (F) Probe fahren.

In nur fünf Tagen waren alle 1955 Exemplare der Première Edition reserviert. Gut 100 Stück davon werden im Frühjahr an die glücklichen Kunden in der Schweiz ausgeliefert. Für alle anderen gilt jedoch: kein Grund zur Traurigkeit! In der zweiten Jahreshälfte 2018 kommt die Serienversion zu den fünf ausgewählten Alpine Zentren in St. Gallen, Winterthur, Opfikon, Ecublens und Conthey. Zwei Ausstattungsvarianten wird es geben: «Pure» sowie eine luxuriösere Version namens «Legende». Vorbestellen kann und sollte man schon jetzt über eine spezielle App – first come, first serve!

 

Leicht, kompakt, agil

Die Original-Alpine war ein 800-Kilo-Floh. Da Fahrwerk und Aufbau zu 96 Prozent aus Aluminium bestehen und bei allen Komponenten – angefangen bei den Brembo-Bremsen über das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe bis hin zu den je nur 13 Kilo schweren Schalensitzen Gewicht gespart wurde, wiegt die Première Edition immerhin nur 1103 Kilogramm. Die «Pure»-Version soll 20 Kilo leichter sein.

Im Gegensatz zum als Heckschleuder berüchtigten Original sitzt der 1,8-Liter-Turbobenziner (252 PS, 320 Nm) des Newcomers vor der Hinterachse. Der Tank ist hinter der Vorderachse verbaut. Daraus ergibt sich eine Gewichtsverteilung von 44 Prozent auf der Vorder- und 56 Prozent auf der Hinterachse.

Kompaktes Platzwunder

Mit 4,18 Metern Länge und einer Höhe von 1,25 Metern ist die moderne Alpine nur zwölf Zentimeter länger als ein Clio. Umso erstaunlicher, dass sich selbst Riesen wie Alpine-Boss Michael van der Sande scheinbar mühelos auf die extrem tiefen Sabelt-Rennschalensitze bugsieren können. Da diese nicht höhenverstellbar sind, gucken Kurzgewachsene allerdings geradeso über das mit 12-Uhr-Markierung und blauen Ziernähten verfeinerte Sportlenkrad.

Egal, es wird endlich Zeit, den überdimensionalen Startknopf in der Mittelkonsole zu betätigen. Der Sound des Vierzylinderturbos ist kernig, aber nicht aufdringlich. Erst im Fahrmodi «Sport» oder «Track» tönt es etwas böser. Auch die neue Alpine A110 wurde als Alltagssportler konzipiert. Da würde ein fieser Klappensound à la F-Type auf Dauer stören – ebenso wie ein ultrahartes Fahrwerk. Das fällt beim kleinen Franzosen straff, aber nicht unkomfortabel aus.

Die Ruhe selbst

Auf dem kleinen, aber feinen Circuit du Grand Sambuc galoppiert die Alpine wie von einer unsichtbaren Peitsche gezüchtigt die Gerade hinunter. Die sieben Gänge des präzisen Doppelkupplungsgetriebes ziehen spontan und ohne Zugunterbrechung mit. Im «Trackmodus» ist die sportlich-elegante Französin zusätzlich angeschärft, und der Fahrer darf permanent zu den dolchartigen Schaltwippen greifen. Auch im heftigen Kurven-Auf-und-Ab der Rennstrecke lässt sie sich kaum aus der Ruhe bringen. Gezielte Heckschlenker und Drifts sind möglich, bleiben aber ohne Folgen. Très bien! Preis der Première Edition: ab 62'000 Franken. Mehr Fahreindrücke und alle technischen Daten in der Ausgabe 01/2018 der auto-illustrierte.

Text: Michael Lux

Bilder: Alpine

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07 Dez 2017