Porsche Cayenne

Mister Perfect

Der Porsche Cayenne scheint die Gesetze der Physik infrage zu stellen. Das SUV fährt fahrdynamisch auf so hohem Niveau, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt.

Zwar ist der legendäre 911er für viele der Sportwagen schlechthin. Doch im Gegensatz zu einem SUV wird ein Sportwagen auch dazu gebaut, schnell und sportlich unterwegs zu sein. Dass der Cayenne als Zweitonnen-Schiff einem das Gefühl vermittelt, einen waschechten Sportwagen zu fahren, zeigt, dass die Zuffenhausener wissen, wie es geht!

 

Eine Sache des Gefühls

Doch eines kann Porsche nicht: zaubern. Zwar wiegt ein Cayenne S mit Serienausstattung akzeptable 2020 Kilo, doch mit üppiger Sonderausstattung werden es schnell 150 Kilo mehr. Aber das spielt keine Rolle, da man das Gewicht nie spürt – und da ist es egal, was man mit dem ausschliesslich fünfplätzigen SUV anstellt.

Mit einer scheinbar unglaublichen Agilität und Handlichkeit lässt sich dieser grosse Wagen ohne zu zicken über enge Landstrassen scheuchen. Sperrdifferenzial an der Hinterachse, Hinterachslenkung sowie aktive Wankstabilisierung – natürlich alles optional für teures Geld – machen das Auto zu einem wahren Handlingtalent.

Eine Frage der Lust

Bereits der Cayenne S macht seine Sache so hervorragend, dass der 550 PS starke Turbo nur noch die Lust befriedigt. Es mag zwar faszinierend sein, wie das Topmodell mit seinen 770 Nm unaufhörlich anschiebt und mit dem variablen Dachspoiler sogar Abtrieb generiert. Jedoch ist der Dampfhammer gesalzene 57 300 Franken teurer als die S-Variante und spielt somit nicht nur leistungsmässig in einer anderen Liga.

Nur mit iPhones kompatibel

Mit dem Tablet-ähnlichen Infotainmentsystem inklusive Online-Navigation und WLAN-Hotspot spielt der Cayenne im digitalen Zeitalter mit. Jedoch schauen Android-User aufgrund der Apple-Fixierung in die Röhre. Der einzige Wermutstropfen des Autos!

Text: Koray Adigüzel

Bilder: Porsche

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14 Nov 2017