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45. Tokyo Motorshow

Innovationen und Zukunftsperspektiven

Honda Sports EV Concept
Honda Sports EV Concept
Honda Urban EV Concept
Lexus LS+ Concept
Mazda KAI Concept
Mazda KAI Concept
Mazda RX-Vision Coupé Concept
Mazda RX-Vision Coupé Concept
Mitsubishi e-Volution Concept
Mitsubishi e-Volution Concept
Nissan IMX Concept
Nissan Leaf Nismo Concept
Nissan Leaf Nismo Concept
Subaru Viziv Performance Concept
Subaru XV Fun Adventure Concept
Suzuki e-Survivor
Suzuki e-Survivor
Toyota i-Ride Concept
Toyota GR HV Sports Concept
Toyota TJ Cruiser Concept

Die japanischen Fahrzeughersteller trumpften an der 45. Tokyo Motor Show voll auf. Übten sich die europäischen Autobauer eher in Zurückhaltung, rührten Toyota, Mazda & Co. mit der grossen Kelle an. In unserer eigentlich viel zu kleinen Übersicht zeigen wir, wer sich mit welchen Highlights besonders hervortat.

Es schien, als hätten die europäischen Autohersteller, allen voran die deutschen, ihr Pulver dank der IAA verschossen. Mercedes EQA, Project One oder Audi Q8 Concept sowie die ersten Messeauftritte des BMW Z4 oder 8er-Serie-Concept waren zumindest den anwesenden Journalisten bereits weitestgehend bekannt. So bot man der einheimischen Automobilwirtschaft mit Technik-Konzepten sowie Weiterentwicklungen auf dem Gebiet des autonomen Fahrens Paroli.

Aufmarsch der Mazda-Konzepte

Umso mehr standen die Konzepte der japanischen Autobauer im Mittelpunkt. Allen voran Mazda. Das 4,42 Meter lange, 1,86 Meter breite und nur 1,38 Metern hohe KAI-Concept gibt einen Ausblick auf den kommenden Mazda3. Es trägt die markentypische Kodo-Designsprache und unter der Motorhaube einen neuen Skyactiv-X-Benziner mit Kompressionszündung. Es ist davon auszugehen, dass die Serienversion, die auf einer komplett neuen Basis entsteht, spätestens 2018 an der L.A. Motorshow sein Debüt gibt. Und auch das Vision Coupé, das vor zwei Jahren erstmals in Tokyo vorgestellt wurde, rückt immer näher auf die Strasse. Fast sicher ist, dass der vermeintliche Sechser-Nachfolger, der voraussichtlich 2020 in Serie gehen soll, neben einem neuen V6-Benziner, der die Hinterachse antreibt, optional auch als Allradler zu bekommen sein wird. Damit dürfte das Thema Wankelmotor vom Tisch sein. Ausserdem stehen für den rund fünf Meter langen und zwei Meter breiten Mittelklässler nebst einer Kombination mit einem Plug-in-Hybrid die Skyactiv-Benziner bereit.  Selbst ein neuer Selbstzünder soll ab 2020 im Angebot stehen. Verzichten muss man dagegen auf einen reinen Elektroantrieb.

Daihatsu

Die hierzulande weitgehend unbekannte Billig-Marke Daihatsu präsentiert sich in Japan quitschlebendig und präsentiert gleich mehrere Studien. Der DN Compagno ist ein viertüriges Coupé in der Holzklasse. Der Viertürer im Kompaktformat soll vor allem aktive Senioren ansprechen. Für den Compagno soll es einen Turbobenziner mit einem Liter Hubraum oder alternativ einen Hybridantrieb mit 1,2 Liter Hubraum geben.
Natürlich reitet Daihatsu auch die SUV-Welle. Der DN Trec ist bei den Kompakt-SUVs angesiedelt und tritt mit bullig ausgestellten Radläufen und grossen Rädern an. Eine Rundum-Beplankung und Unterfahrschutzelemente runden den Robust-Look ab. Die angebotenen Antriebe sind identisch mit dem DN Compagno.
Noch sind die beiden Modelle seriennahe Studien, sie sollen aber in Japan auf den Markt kommen.

Honda EV Sport und Urban Concept

Honda zeigt gleich zwei optisch ähnliche Elektroautos, die allerdings einen unterschiedlichen Ansatz verfolgen. Das Sport Concept soll ein kompaktes Auto sein, das Fahrspass bietet, dank Elektroantrieb aber kein schlechtes Gewissen verursacht. Das Urban Concept dagegen soll ein handliches, günstiges Stadtauto darstellen. Angesichts der Ähnlichkeit der beiden Modelle ist denkbar, dass Honda bereits mit dem Aufbau einer E-Familie begonnen hat, die sich optisch angleichen sollen.

Lexus LS+ Concept

Mit dem LS Concept+ gibt Lexus einen Ausblick auf eine mögliche stilistische Weiterentwicklung der Lexus L-finesse Design-Philosophie. Kennzeichen des Konzeptfahrzeugs sind der markante Kühlergrill mit grosser Luftklappe für optimierte Kühlung und Aerodynamik, Scheinwerfer und Rückleuchten mit Lasertechnik sowie Kameras anstatt Aussenspiegel. Lexus weisst ausserdem daraufhin, dass die Top-Modelle der Marke ab 2020 einen Autobahnassistenten in Serie verfügen, sodass der Fahrer sich nicht mehr aktiv auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren muss.

Mitsubishi e-Volution Concept

Mitsubishi stellt eine vollelektrische SUV-Studie vor. Ein Elektromotor an der Vorderachse sowie zwei weitere an der Hinterachse ermöglichen nicht nur Allradantrieb, sondern auch elektrisches Torque Vectoring an der Hinterachse. Weitere technische Angaben zum Antrieb gibt es nicht, dafür die Information, dass ein Personal Assistant mit künstlicher Intelligenz zur Verfügung steht. Der bordeigene AI Personal Assistant baut ein umfassendes Wissen über die Fahrzeuginsassen auf und bietet ein vernetztes Fahrerlebnis. Dies geschieht durch die Bereitstellung geeigneter Informationen. Es darf davon ausgegangen werden, dass das Auto vor allem viel mehr Daten aus dem Smartphone anzapft, als heute bereits üblich ist. Auch eine Verknüpfung mit Gegenständen zu Hause, die mit dem Internet verbunden sind (Internet of Things) soll möglich sein.

Nissan IMx Concept

Das elektrische Crossover-Konzept bietet vollautonome Fahrfunktionen und eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern mit nur einer Batterieladung. Mit eine Systemleistung von 230 kW und 700 Nm Drehmoment ist das Vehikel alles andere als ein Langweiler. Nissan setzt mit der Studie auf ein Zusammenspiel von autonomen Fahren und dem manuellen Fahren: Das IMx Concept kann autonom zu einem bestellt werden, anschliessend kann man aber selber damit fahren. Ausserdem passt sich auch das Interieur dem Fahrmodus an.

Nissan Leaf Nismo Concept

Wer jetzt an einen rein elektrischen Hot Hatch denkt, muss sich noch gedulden. So viel Mut haben die Japaner nicht, denn die Änderungen am Leaf Nismo, der offiziell noch eine Studie ist, sind bloss optischer Natur. Die elektrische Antriebstechnik blieb unangetastet. Zum Nismo-Paket gehören unter anderem ein neuer Frontspoiler mit schwarzer Grundfarbe und roter Designlinie, neu gezeichnete Seitenschwellerverkleidungen – ebenfalls mit roter Akzentlinie sowie eine neu geformte Heckschürze mit mächtigem Diffusor. Zudem bekam der Leaf neue Leichtmetallfelgen angepasst und wurde in ein neues Lackkleid gehüllt.

Subaru Viziv Performance Concept

Mit diesem sportlich gezeichneten Konzeptauto geben die Japaner einen Ausblick auf die nächste Generation des WRX STi Sportlers. Leider muss man sich mit Anschauen begnügen, denn technische Angaben zur Studie liefert der Hersteller keine. Fest steht nur, dass ein Boxermotor (allenfalls mit elektrischer Unterstützung?) seine Kraft auf alle vier Räder abgibt.

Subaru XV Concepts

Weiter zeigt Subaru zwei Konzepte auf Basis des XV und des Impreza. Das XV Fun Adventure Concept soll die Offroad-Tauglichkeit des Crossovermodells stärker herausarbeiten. Dazu wurde der XV dezent höhergelegt, mit neuen Beplankungen an Front, Heck und den Flanken versehen und mit einem Dachgepäckträger bestückt. In den Radhäusern drehen sich schwarz gehaltene Leichtmetallfelgen mit grob profilierten Reifen.
Wie ein mögliches Sportmodell des Impreza unterhalb des WRX STi aussehen könnte, zeigt die Studie Impreza Future Sport Concept. Die Studie wurde tiefergelegt und erhielt neue Schürzen an Front und Heck. Aus dem Heckdiffusor lugt zudem ein mittig angeordnetes Doppelendrohr. Die Leuchten rundum wurden abgedunkelt. Technische Details zu den Fahrzeugen geben die Japaner noch nicht preis.

Toyota GR HV Sports Concept

Im Toyota GR HV Sports kombinieren die Japaner einen Hybridantriebsstrang mit einer Targadach-Karosserie. Die Basis bildet dabei unverkennbar der GT86. Das spezielle am Auto. Man kann sowohl manuell schalten, als auch automatisch schalten lassen! Die automatisierte Schaltung soll dank der Hilfe des Elektromotors ohne merkliche Zugkraftunterbrüche agieren. Ob es die Studie in die Serie schafft, ist offen.

Toyota i-Ride Concept

Das Concept-i Ride ist ein 2,50 Meter langer, elektrischer Zweisitzer mit bis zu 150 Kilometern Reichweite, der sich dank weit öffnender Flügeltüren und eines elektrisch bedienbaren Sitzes auch für Rollstuhlfahrer eignet. Der Sitz lässt sich bis an die Seite fahren, um das Wechseln vom Rollstuhl in den Sitz zu erleichtern. Hinter dem Sitz wurde der Bereich so gestaltet, dass der Rollstuhl dort leicht verstaut werden kann. Das alles kann zudem in einer normalen Parklücke erfolgen, weil der mit einem Joystick statt mit Lenkrad und Pedalen gesteuerte i-Ride nur 1,30 Meter breit ist. Mit dieser Studie möchte Toyota aufzeigen, wie man urban platzsparend unterwegs sein kann und dennoch ein Dach über dem Kopf hat.

Toyota TJ Cruiser

Man sollte eigentlich objektiv bleiben, doch die überwiegende Mehrheit dürfte im TJ Cruiser einen massiven Designunfall sehen. Qualitäten hat aber definitiv: Auf nur 4,30 Meter Länge transportiert er bis zu drei Meter lange Gegenstände. Surfbretter, Fahrräder, aber auch kleinere Gegenstände finden in dem rechteckigen Van-/SUV-Mischling Platz; der Einstieg in den Fond erfolgt über seitliche Schiebetüren. Der TJ Cruiser basiert auf der neuen Toyota Plattform TNGA und ist auf ein Hybridsystem mit 2,0-Liter-Benziner sowie auf Front- und Allradantrieb ausgelegt.

Text: Koray Adigüzel / Jörg Petersen

Bilder: Jörg Petersen

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25 Okt 2017