• Jetzt Newsletter abonnieren!
    Sie erhalten wichtige News in kurzer und knackiger Form.
  • Jaguar E-Pace
    Der Sportler unter den SUVs!
  • Mercedes-AMG CLS 53
    Neue AMG-Baureihe!
Abarth 124 Spider

Böser Bube

Der Abarth 124 Spider ist nicht nur deutlich sportlicher als der Fiat-Spider, sondern liefert mit 170 PS auch mehr Power als der stärkste Mazda MX-5. Was den kernigen Sound angeht, kann ihm keiner der beiden das Wasser reichen.

Die beiden Roadster Mazda MX-5 und Fiat 124 Spider sind technisch beinahe identisch. Sie entspringen einem Technologietransfer zwischen den Japanern und Italienern. Neben dem Karosseriedesign befindet sich das Hauptunterscheidungsmerkmal unter der Haube: Mazda setzt auf einen Zweiliter-Saugmotor, Fiat baut dagegen auf den bewährten 1,4-Liter-MultiAir-Turbobenziner. Im angeschärften Abarth Spider bekommt der Turbo eine kräftige Leistungsspritze von 30 PS. Und mit seinen 170 Pferdestärken und 250 Newtonmetern hat er sogar mehr Power und Drehmoment als die stärkste Version des Mazda MX-5 (160 PS, 200 Nm). So weit die nackten Fakten.

Knackige Schaltung, böses Heck

Die kleine Anfahrschwäche, die wir schon dem Fiat Spider im Vergleichstest gegen den MX-5 attestieren mussten, kann auch der Abarth nicht ganz ausmerzen, danach hängt er aber schön am Gas – solange man ihn ordentlich auf Drehzahlen hält. Auch im vierten und fünften Gang bleibt er noch elastisch. Erst im sechsten Gang geht ihm etwas die Puste aus. Wirklich gut gefällt das knackig zu schaltende Sechsgang-Schaltgetriebe mit seinen kurzen Schaltwegen. Ja, da braucht es noch nicht mal das automatische und sequenzielle Sechsgang-Getriebe, das alternativ für den Abarth 124 Spider zu haben ist. Handarbeit macht da im sportlichen Zweisitzer gleich noch viel mehr Spass.

Gewohntes Gokart-Feeling

Erst recht das tolle Kurvenverhalten. Die Lenkung des Abarth ist sehr direkt, das Einlenkverhalten präzise. Durch seine leichte Hecklastigkeit kann man herrlich um die Kurven radieren und den einen oder anderen kleinen Drift riskieren, ohne dass der Spider aus dem Tritt kommt oder einen vor Probleme stellt. Seine mit Bilstein-Dämpfern abgestimmte Federung ist straffer als beim Fiat Spider, gibt Stösse jedoch nicht so direkt weiter wie der Mazda – ein guter Kompromiss.

Was den Sound angeht, kann dem Abarth keiner der beiden das Wasser reichen. Aus den vier Endrohren der Record-Monza- Auspuff knarrt und knallt es nach Herzenslust – insbesondere im Sportmodus, in dem auch Motor und Lenkung nachgeschärft werden. Seine Sportlichkeit trägt der rassige Italiener mit Alcantara im Cockpit, Abarth-Logos, Alupedalerie und dem roten Drehzahlmesser zur Schau. Ebenfalls rassig wirkt die optionale schwarz-rote Kontrastlackierung. Wermutstropfen: Mit 43 000 Franken liegt der Listenpreis des Abarth 10 000 Franken höher als der des Fiat 124 Spider Lusso und 11000 Franken über dem des MX-5 mit 160 PS.

Text: Michael Lux

Bilder: Vesa Eskola

Newsletter abonnieren
16 Okt 2017