Citroën C3 Aircross

Anti-Sportler

Mit dem C3 Aircross bieten die Franzosen ein SUV an, das auf Komfort und Wohlfühl-Ambiente setzt. Auf gekünstelte Sportlichkeit wird bewusst verzichtet.

Sportfahrwerk, Sportpaket, Sportsitze – vielerorts wird genau diese Ausstattung zu nicht unerheblichen Aufpreisen angeboten. Bei Citroën dagegen stehen solche Spielereien gar nicht erst im Angebot. Bei den Franzosen setzt man nicht auf Sportlichkeit, sondern auf Komfort. Man soll sich wohl fühlen an Bord, den Fahrkomfort und die Infotainment-Ausstattung geniessen. Das macht das fünfplätzige Kompakt-SUV auf entschleunigende Weise sympathisch.

 

Farbtupfer in der Landschaft

Auch beim Design gehen die Franzosen eigene Wege. Anstatt die SUV-Form für einen aggressiven Look zu nutzen, setzen die Designer bei Citroën auf rundliche, freundliche Formen. Ausserdem ist das kleine SUV in vielen knalligen Farben wie beispielsweise Orange oder Himmelblau erhältlich. Ausserdem ist nicht nur das Dach in Kontrastfarbe erhältlich, auch die Seitenscheibe hinter der C-Säule kann mit einem farbigen Muster versehen werden.
Das Interieur wiederum ist in fünf verschiedenen Trims erhältlich. Der Innenraum wartet noch mit ganz anderen Qualitäten auf. Mit einer um 15 Zentimeter verschiebbaren Rückbank, einem doppelten Ladeboden sowie einem umklappbaren Beifahrersitz ist der C3 Aircross so variabel, wie sonst keiner im Segment. Dies auch, weil er den Kompakt-Van C3 Picasso beerbt. Eine Ladefläche von 2,40 Meter reicht jedenfalls für manch sperriges Gepäck aus einem schwedischen Möbelhaus.

Schluckfreudiges Fahrwerk

Auf den buckeligen und teilweise sehr grob asphaltierten Strassen von Korsika konnten wir das Fahrwerk ausgiebig austesten. Trotz kurzem Radstand federt der Franzose sanft und und gleichmässig, besinnt sich auf alte Markentraditionen. Das bedeutet auf der anderen Seite nicht, dass einem im Aircross seekrank wird. Die leichtgängige Lenkung geizt zwar mit Feedback, ws zu einem synthetischen Lenkgefühl führt. Dieses Auto versucht aber ohnehin, lästige Antriebseinflüsse von den Insassen fernzuhalten.

Grip Control als Unterstützung

Beim ganzen Komfortprogramm des Franzosen wird das Motorenprogramm fast zweitrangig. Doch in erster Linie geht es beim Auto immer noch ums Vorwärtskommen. Zur Wahl stehen drei Benziner (82, 110 und 130 PS) sowie zwei Diesel (100 und 120 PS). Eine Automatik ist ausschliesslich für den 110 PS Benziner erhältlich und richtet sich an jene Leute, die partout nicht schalten wollen. Allen anderen sei das manuelle Getriebe empfohlen, da das Fahrverhalten mit der Automatik doch recht zäh wird. Anstelle eines Allradantriebs bietet die Franzosen die bekannte Grip Control an, die das Rad mit der besseren Traktion mit mehr Drehmoment versorgt.
Preislich geht es bereits bei 15'950 Franken los, der stärkste Benziner in der Top-Ausstattungslinie startet bei 22'250 Franken. Fahrerisch ist der C3 Aircross kein Temperamentsbolzen, aus preislicher Sicht ist das SUV aber für einen Kampfpreis zu haben!

Text: Koray Adigüzel

Bilder: Citroën

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09 Okt 2017