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Grand Basel 2018

Autosalon auf drei Kontinenten

Grand Basel: Das Ausstellungskonzept der Zukunft?
Grand Basel: Initiatoren Stephan Peyer, Paolo Tumminelli und Mark Backé.
Grand Basel: Dieses Logo sollten sich Autoliebhaber merken.
Grand Basel: Der Aussteller mietet ein solches Modul für seine Exponate.
Grand Basel: Der Avions Voisin C25 Aerodyne von 1935.
Grand Basel: Der Avions Voisin C25 Aerodyne von 1935.
Grand Basel: Der Avions Voisin C25 Aerodyne von 1935.
Grand Basel: Der Avions Voisin C25 Aerodyne von 1935.
Grand Basel: Der Avions Voisin C25 Aerodyne von 1935.
Grand Basel: Andrea Zagato im Gespräch mit Professor Tumminelli.
Grand Basel: Die vielversprechende Silhouette des neuen Iso Rivolta.
Grand Basel: Andrea Zagato enthüllt den neuen Supersportwagen.
Grand Basel: Mehr bekommen wir vorerst nicht zu sehen.
Grand Basel: Giorgetto Giugiaro präsentiert den Bertone Testudo, den er 1963 geschaffen hat.
Grand Basel: Der Chevrolet Corvair hätte mit dieser Karosserie der Corvette zu viel Konkurrenz gemacht.
Grand Basel: Die riesige Glashaube wäre wohl nie in Serie gegangen.
Grand Basel: Nicht mal das Lenkrad im Testudo ist rund.
Grand Basel: Die Plexiglas-Frontscheibe hat im Laufe der Jahrzehnte etwas gelitten.
Grand Basel: Modedesigner Rem D. Koolhaas erklärt Paolo Tumminelli sein fahrendes Objekt.
Grand Basel: Im Lo Res Car ist nur sehr schwer ein Auto zu erkennen.

Interessante Einblicke in ein neues Konzept bei der Vorpremière zur Grand Basel 2018. Initiator ist die MCH-Group, ein Basler Veranstalter von 40 Messen, darunter der Baselworld und der Art Basel. Erfahrung ist also reichlich vorhanden. Aber braucht es wirklich noch eine weitere Automesse? Die Antwort ist eindeutig: Nein! Darum habe man sich auch etwas ganz besonderes ausgedacht.

Die Grand Basel wird im September 2018 – ein genaues Datum ist noch nicht bekannt – erstmals in den Messehallen am Rhein stattfinden, zwei weitere Expos folgen in Miami und Hongkong. Die „Grand“ ist eine kurierte Ausstellung mit einer limitierten Anzahl qualitativ hochwertiger Exponate rund ums Automobil. Auch die Zahl der Besucher sei beschränkt. Wie das genau geschehen soll, wurde noch nicht gesagt. Schwerpunkte sind klassische Autos, innovative Autos, exklusive Autos, aber auch Zukunftstrends. Dabei sollen nicht nur Anbieter von Klassikern und Neuwagen, sondern auch Museen, Künstler, Politik oder Gesellschaft einbezogen werden. Ziel sei ein „kultureller Dialog“, keine elitäre Veranstaltung.

Ausstellung in Bewegung

Dreh- und Angelpunkt der Messe wird ein Forum sein, wo Beteiligte und Unbeteiligte sich gleichermassen mit wichtigen Branchenpersönlichkeiten treffen können, um Networking zu betreiben, wo Fahrzeuge in Aktion präsentiert werden, Auktionen oder ein öffentlicher Kongress stattfinden und Autoliebhaber, Politiker, Freunde, Kritiker, Verbände, Behörden oder Medien auf ihre Kosten kommen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Darum herum in den komplett in Schwarz gehaltenen Messehallen sind standardisierte Module in verschiedenen Grössen aufgebaut, die von den Ausstellern gebucht werden können.

„Am Auto brennt immer etwas“

Mitinitiator und Kurator der Ausstellung ist der bekannte Designkritiker, Buchautor und Designprofessor Paolo Tumminelli. In seinem Vortrag gab er einige interessante Kernsätze über das Verhältnis von Auto und Gesellschaft zum besten:

"Ohne Kritik kommt die Autoindustrie nicht voran."

"Das Auto selbst ist unschuldig."

"Das Auto war immer schon ein politisches und kulturelles Thema."

"Alte Autos geben wertvolle Hinweise auf die Zukunft."

"Am Auto brennt immer was, nicht nur wegen Dieselgate."

Diese Offentheit zum Thema ist vielversprechend. Es wurden vorab zwei fertige Module als Beispiel vorgestellt. So beherbergte ein Modul den Voisin C25 Aerodyne mit elektrischem Schiebedach und ventillosem Sechszylinder-Schiebermotor, der auch kurz angelassen wurde, um seinen unglaublich leisen Motorlauf zu demonstrieren: ein futuristisches Auto, das aber leider keine Zukunft hatte.

Weiter wurde die Auferstehung der berühmten italienischen Marke Iso Rivolta gefeiert. Andrea Zagato stellte dazu den Visualisierungsprototypen vor, allerdings wurde er nur zu einem Viertel enthüllt. Er soll im Videogame „Gran Turismo“ debütieren. Mindestens drei Kleinserienfahrzeuge sollen anschliessend gebaut und auf den drei Grand-Messen gezeigt werden.

Ein weiteres Highlight war der Bertone Testudo auf Basis des Chervrolet Corvair von 1963, den der damals 25-jährige und noch wenig bekannte Designer Giorgetto Giugiaro entworfen hatte. Der 79-jährige Giugiaro liess es sich nicht nehmen, selber nach Basel zu kommen und sein Frühwerk zu zeigen.

Viertes Exponat war der von Designer Rem D. Koolhaas und seinem Modelabel United Nude gezeigte „Lo Res Car“, der ein fahrendes Kunstobjekt ist und kaum als Auto durchgehen kann. Andererseits müssen Autos ja nicht unbedingt wie Autos aussehen: Die Diskussion ist hiermit eröffnet! Das sind schon mal spannende Aussichten auf die Grand Basel 2018 und die Schwesterveranstaltungen in Miami und Hongkong.

Text: Stefan Fritschi Fotos: MCH (1), Stefan Fritschi (19)

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04 Sep 2017