Ford-Vorstandschef gefeuert

Mark Fields muss gehen

Aufgrund zu schwachem Börsenkurs muss der Vorstandschef von Ford in den USA den Tisch räumen.

Es knallt beim US-Autobauer Ford: Vorstandschef Mark Fields soll einem Bericht der US-Wirtschaftszeitschrift Forbes zufolge ersetzt werden. Sein Nachfolger solle der bisherige Chef der Smart-Mobility-Sparte von Ford werden, James Hackett (61), berichtet Forbes ohne Angaben von Quellen. Kurz nach dem Forbes-Bericht meldeten auch die Nachrichtenagentur AP und die New York Times, dass Fields gehen müsse.

Falscher Kurs?

Der Vorstandschef ist in den vergangenen Monaten verstärkt unter Druck geraten, weil der Börsenkurs des Unternehmens schwach blieb und die Erträge zuletzt deutlich unter den Erwartungen ausfielen. Wichtige Investoren sollen sich zunehmend gefragt haben, ob der Kurs von Fields mit einem starken Schwerpunkt auf den Bereichen autonomes Fahren und Elektrifizierung der richtige sei. Allerdings ist Ford bei Weitem nicht der einzige Hersteller, der diese Ansätze stark verfolgt. Seine Aufgabe als Ford-CEO hatte Fields im Juli 2014 von dem langjährigen Ford-Chef Alan Mulally übernommen. Seitdem ist der Kurs der Ford-Aktie um rund 40 Prozent gefallen.

Knappes Statement

Das Unternehmen kommentierte die Veröffentlichungen zunächst sehr zurückhaltend: «Wir bleiben auf unseren Plan zur Wertsteigerung und zu profitablem Wachstum fokussiert», erklärte Ford. «Wir kommentieren keine Spekulationen oder Gerüchte.»

Auch der Kommunikationschef muss gehen

Neben dem Vorstandschef soll den Medienberichten zufolge auch der bisherige leitende Kommunikationschef Ray Day ersetzt werden. Sein Nachfolger soll demnach Mark Truby werden, der derzeit die Kommunikation von Ford im Raum Asien-Pazifik leitet und zuvor die gleiche Aufgabe in Europa innehatte.

Text: Pressedienst / Koray Adigüzel

Bild: Ford

 

 

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22 Mai 2017