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VW Golf TCR

Starker Golf

Mit dem Golf GTI greift VW in der Touring Car Racing TCR an. Wir haben uns das Einsatzgerät zur Brust genommen.

In weltweit 14 Ländern werden 450 TCR-Autos von acht Herstellern bei internationalen und nationalen Rennen eingesetzt. Seat, Audi, Opel, Alfa Romeo, Kia und demnächst auch Hyundai messen sich im direkten Vergleich an den Rennwochenenden. Da darf VW natürlich fehlen. Mit dem GTI schicken sie eines ihrer besten Pferde im Stall ins Rennen. Und das bereits in die zweite Saison. Doch nicht die Serienversion. Für den Einsatz bedarf es einiger Umbauarbeiten. Rund 60 Prozent der Teile übernimmt man vom GTI Performance aus der Serie. Der auf 350 PS/420 Nm gepimpte Zweiliter wird aus dem ungarischen Audi-Werk Györ nach Martorell geliefert. Die Seat-Motorsportabteilung zeichnet verantwortlich für den reglementskonformen Umbau.

 

Das Nötigste ist gerade gut genug

Spartanisch aber dennoch funktionell ist der Arbeitsplatz des Piloten. Überrollkäfig, Sechspunkt-Gurt, FIA-Schalensitz und ein Multifunktions-Display müssen genügen. Lüftung-, Getränke-, Licht-, Scheinwerfer- und Boxenfunk-Knopf sind wie viele bunte Smarties auf dem Lenkrad verteilt. Aus dem Rallyesport stammt die sogenannte Fly-off-Handbrake, die wie ein riesiger Spazierstock neben der Mittelkonsole herausragt. Geschaltet wird per DSG oder sequenziellem Getriebe. Entsprechend sind die preislichen Unterschiede. So kostet der Renner mit Doppelkupplungsgetriebe rund 97 000 Franken, während für den mit sequenziellem Getriebe rund 119 000 Franken fällig werden. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, sollen die Autos und Motoren rund 8000 Kilometer halten, was in etwa zwei Rennsaisons mit sieben bis acht Läufen entspricht. Somit kostet dem Piloten eine Saison rund 130- bis 150 000 Franken.

Kunst und Können

Hart, aber nicht unfair behandelt der Unterbau seinen Passagier. Klar dringt die sportliche Härte bis ins Innere durch, dich ist man schnell unterwegs wird man den Ingenieuren dankbar sein. Sind die Slicks erstmal auf Betriebstemperatur, klebt der Golf förmlich am Asphalt. Spätestens jetzt kommt einem die gegenüber dem Serien-Golf um 40 Zentimeter breitere Spur zugute. Gleichzeitig sorgt die nochmals verbesserte Aerodynamik sowohl auf der Vorder- wie auf der Hinterachse für mächtig Downforce. So generiert allein das mächtige Flügelwerk am Heck rund 20 Kilogramm bei Tempo 140. ABS? Fehlanzeige. Genauso das ESP. Die Kunst und das Können des Piloten sollen schliesslich im Vordergrund stehen. So bleibt die Verstellung der Bremsbalance am Drehknopf in der Mittelkonsole das einzige Hilfsmittel. Wie er sich fährt, steht in der Juni-Ausgabe der auto-illustrierte, die am 30. Juni am Kiosk erhältlich ist.

Text: Jörg Petersen

Bilder: Jörg Petersen

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15 Mai 2017