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VW Bilanz

Auf neuem Kurs

VW-Kapitän Matthias Müller hat das Ruder fest in der Hand. So machte es an der Bilanz-Pressekonferenz in der Autostadt Wolfsburg jedenfalls den Eindruck. Entsprechend ruhig und gesittet, kurz business as usual, verlief die Präsentation des VW-Jahresergebnisses.

Eigentlich erstaunlich, da Müller nebst dem guten operativen Ergebnissen aus dem Absatz von rund zehn Millionen Fahrzeugen in 2015 gleichzeitig das schlechteste Ergebnis der VW-Geschichte vermelden musste. Vor allem Volkswagen war natürlich von den Belastungen aus der Abgasthematik aber auch durch negative Effekte insbesondere in Russland und Brasilien gebeutelt. In der Folge sank das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen um 374 Milliarden auf 2,1 Milliarden Euro. Bei Audi konnte man hingegen mit 5,1 Milliarden Euro das operative Ergebnis auf Vorjahresniveau halten, während Skoda im Jubiläumsjahr sein Ergebnis um 100 Millionen Euro auf 915 Millionen Euro steigern konnte. Einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichnet Seat. Die Spanier konnten ihren Verlust um 117 Millionen Euro auf 10 Millionen Euro reduzieren.

Hoffnungsträger Bentayga

Bentley ging genau den umgekehrten Weg und verschlechterte sich um 59 Millionen Euro auf 110 Millionen Euro. Kein Wunder setzt der VW-Boss alle Hoffnung in den Bentayga, der für den Umschwung sorgen soll. Porsche, an dessen Führungsspitze Müller noch bis Oktober stand, setzt seinen Vormarsch unbeirrbar fort und konnte sein Ergebnis um 25 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro steigern und neue Rekordwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis verzeichnen.

Umstrukturierung im Vordergrund

Trotz der Dieselthematik zeigt sich der Konzernboss kämpferisch. Dabei steht die Umstrukturierung des Konzerns nach wie vor im Vordergrund. Um für das neue digitale Zeitalter gerüstet zu sein, werden in Potsdam, Peking und Belmont im Silicon Valley drei Volkswagen Group Future Center gegründet, in denen Designer und Digitalisierungsexperten Hand in Hand am Auto der Zukunft arbeiten sollen.

E-Mobilität als zentraler Punkt

Auch im Bereich E-Mobilität wird Müller den Hebel ansetzen. Zu den heute neun reinen Elektroautos und Plug-in Hybriden sollen sich bis 2020 20 neue Modelle gesellen. „So wollen wir das Elektroauto zu einem neuen Markenzeichen von Volkswagen machen“, gab sich Müller kämpferisch. Einer der wichtigsten Meilensteine auf diesem Weg dahin ist der MissionE von Porsche sowie das elektrische VW-Flaggschiff - dem Phaeton-Nachfolger - und das Elektro-SUV Audi E-tron Quattro Concept mit einer Reichweite von über 500 Kilometern, das ab 2018 In Brüssel vom Band laufen soll. Ein Modularer Elektrifizierungsbaukasten (MEB) soll helfen die Reichweite der Fahrzeuge auf mehr als 500 Kilometer anzuheben.

«Ein neues Volkswagen»

Hauptaugenmerk hat für Müller aber erst einmal das laufende Geschäftsjahr. Rund fünf Prozent weniger Absatz kalkuliert er für 2016 ein. Dabei hat das neue Jahr eigentlich gut begonnen: „Wir sind in Anbetracht der schwierigen Bedingungen mit dem Start ins Jahr 2016 zufrieden. Allzu viel Rückenwind von der Marktseite erwarten wir aber nicht. Wir stecken noch mittendrin in der Aufarbeitung der Dieselthematik und müssen grosse Lasten schultern. Aber ich bin überzeugt, wir werden aus dieser Situation gestärkt hervorgehen. Wir schaffen gemeinsam ein neues Volkswagen und gestalten die Moblitätswelt von morgen massgeblich mit. Das und nichts weniger ist unser Anspruch“, schloss er seine Rede.

Text: Jörg Petersen

Bild: Jörg Petersen

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01 Mai 2016