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Mercedes-Benz Konzernabend

In der Ruhe liegt die Kraft

Mercedes läutet mit dem C-Klasse Cabrio, dem gelifteten SL sowie dem SLC die Cabrio-Saison ein – und übt sich ansonsten in Bescheidenheit.

Beim traditionellen Mercedes-Konzernabend in Genf ging es in diesem Jahr beschaulicher zu als sonst. Schwäbische Bescheidenheit, statt „das Beste oder nichts“. Keine grossen Reden oder Strategieerklärungen prägten den Abend. Dabei hat man bei Mercedes-Benz derzeit wenig Grund zur Demut: 1,9 Millionen Fahrzeuge verkaufte der deutsche Autobauer 2015. Und Konzernchef Dieter Zetsche lenkte den Konzern bisher ruhig und sicher durch bewegte Zeiten, angesichts von C02-Krise und schwächelnden Märkten in Asien, die die Branche beunruhigen.

Performance-Offensive

Aber wo ist Zetsche? Am Konzernabend darf erst einmal Ola Källenius, der derzeitige Vertriebsvorstand und inoffizielle Zetsche-Nachfolger, auf die Bühne. Der sonst eher jugendlich erscheinende, ehemalige AMG-Chef wirkt mit Mittelscheitel und Brille deutlich gereift. In wenigen Worten beschwört Källenius auf seine schwedisch unaufgeregte Art die ungebrochene Anziehungskraft des Automobils, um dann seinen Nachfolger bei AMG, Tobias Moers, auf die Bühne zu rufen, der wiederum ohne grosse Umschweife das vom Publikum erwartete C-Klasse Cabrio ankündigt. Das rollt dann auch prompt auf die Bühne – natürlich als C 43 AMG mit Dreiliter-V6, 367 PS sowie 520 Newtonmetern. Jede Bescheidenheit hat Grenzen. AMG, so erklärt Moers, startet demnächst eine Performance-Offensive. Sage und schreibe 48 AMG-Varianten soll es bald geben. Darunter auch das S-Klasse Cabrio, das als S 65 AMG (630 PS, V12-Biturbo) Europapremiere in Genf feiert, ebenso wie der geliftete SL und der SLC.

Limousine als eigentlicher Star

Neben dem C-Klasse Cabrio und den beiden Roadstern sowie einer besonders luxuriösen V-Klasse-Variante wird die E-Klasse aber der eigentliche Star am Mercedes-Stand sein. Die wurde zwar schon in den USA gezeigt, lockt aber mit zahllosen technischen Innovationen im Bereich Sicherheit und Komfort. Unter anderem gibt es eine neuartige Mehrkammer-Luftfederung für mehr Fahrkomfort, ein neuer Diesel soll überdies für niedrigen Verbrauch sorgen.

Alles beim Alten

Aber von alledem erfährt man am Konzernabend noch nicht viel. Das Cabrio muss erst einmal genügen. Bezeichnend auch mit welcher Beiläufigkeit, ein Weltstar wie die schwedische Sängerin Zara Larsson auf die Bühne geholt wird, um ihren Hit Life Lush zum Besten zu geben. Und ebenfalls bezeichnend, wie beiläufig plötzlich auch wieder Dieter Zetsche im Blitzlichtgewitter auf der Bühne erscheint, freundlich in die Kameras lächelt und geduldig Fragen beantwortet. Es ist noch alles beim Alten bei Mercedes, nur vielleicht etwas leiser. (ml)

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01 Mär 2016