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Occasionen und Neuwagen

Renault Laguna Grandtour 2.0 dCi

Renault Laguna

Der geräumige Franzose bereicherte unsere Flotte seit Ende November 2008. Mit nur 392 km auf dem Zähler ist er fast jungfräulich zu uns gestossen. Im Redaktionsalltag verbrauchte er 2 Frontscheiben durch Steinschlag wurde aber  schnell zu everybodys darling. 

Seine wichtigsten Daten:Motor: 4-Zylinder-Common-Rail-Turbodiesel, 2,0 Liter Hubraum, 173 PS bei 3750/min, Drehmoment 380 Nm bei 2000/min. Norm-Mix-Verbrauch 6,5 Liter/100 km. 0 bis 100 km/h in 8,9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 215 km/h. Gewicht 1650 kg, Zuladung 413 kg, Anhängelast gebremst 1500 kg, Ladevolumen 508 bis 1593 Liter. Bereifung Continental ContiWinterContact TS 790 V, 225/45 R 18.

Preis: Fr. 54 400.–

Senden Sie uns Ihre Erfahrungen mit dem Renault Laguna Grandtour zu: m-werner(at)motorpresse.ch

 

Km-Stand 22 150

Entspannt auf dem Rummelplatz

Ferien am Gardasee im Sommer haben Vor- und Nachteile. Einerseits besticht die Region durch ein herrliches Klima. Für die Sinne wird üppiges Blumengrün flankiert von tiefem Seeblau geboten.

Andererseits muss man sich diese Schönheiten mit vielen Gleichgesinnten teilen, was zu grösseren Einschränkungen automobiler Freuden führt. Der Verkehr ist zäh, und die Nationalitäten unserer Grenzländer können vor lauter Anmut weder aus ihrem Staunen noch aus ihrem Schneckentempo herausgerissen werden.

 
Umso dankbarer wird man da für dieses wohlige Aufgehobensein im reisefreundlichen Renault Laguna. Mit durchschnittlichen 7,7 Litern Diesel spulen wir 1500 km ab und ärgern uns genau über ein Ding: Bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display (weiss auf schwarz) der Klimaeinstellung zu klein.

Die Millimeter kleinen Pfeile der Luftverteilung sowie die Temperaturanzeige sind kaum ablesbar.
Den geräumigen Kofferraum (450-1375 Liter) gefüllt mit Limoncello, Olivenöl und Valpolicella verlassen wir den Rummelplatz an den Gestaden des Gardasees und machen uns in gut französischer Manier entspannt auf den Heimweg. (S.R.)

 

Km-Stand 19 200

Eine Fahrt ans Meer mit dem Renault Laguna

Ein Redaktor legt sich aufs Ohr. Das tut er, wenn er fern der Redaktionsstube seine meistens verdienten Ferien macht. Er hängt sich ab in der Hängematte wie ein gutes Filetstück und träumt vom Radfahren, weil das nichts mit Autos zu tun hat.

Renault Laguna 2.0

Damit der Redaktor aber erst so weit ist, fährt er Auto. Etwa mit dem Laguna Grandtour, unserm französischen Langzeitprobanden. Mit dem Fully (voll gefedertes Mountainbike), das erst mal rein musste, was bei den stark abgeflachten D-Säulen schon mal nicht ganz einfach war. Die Rücksitze lassen sich zwar per Knopfdruck wie aus dem Ei gepellt vollständig klappen und generieren so auch einen völlig ebenen Ladeboden. Es ist die Höhe, die knapp bemessen, eine weitere Hürde darstellt. Mit leichtem Lenkerschaben am weissen Dachhimmel, weil das Ding wegen der flachen D-Säulen eben lenkervoran reingeschoben werden muss, klappt's zum Schluss doch noch. Gut beladen, geben uns kurze Unebenheiten zu verstehen, dass den Stossdämpfern etwas weniger Weg zur Verfügung steht, und der Anfahrschwäche des Zweiliter-Turbodiesels wird man sich jetzt bewusst. Der Rest bleibt, wie er ist: Auf der Zufahrt zum San Bernardino-Tunnel helfen uns die 410 Nm, an den Kolonien von Lastwagen und Womos vorbeizukommen, und das Misox runter packen die Bremsen anhaltend kräftig zu.

Im Tessin macht sich Tristesse breit. In der Sonnenstube schifft's Bindfäden, und es sieht so trostlos aus, wie es auf dem Hörnli fast immer aussieht (Zürcher-Oberland) – die Örtlichkeit gilt als niederschlagsreichste der Schweiz. Die noch taufrischen Michelin-Sommerreifen verdrängen das Wasser hervorragend, selbst bei Tempo 120. In Coldrerio wird ein Tankstopp eingelegt. 7,1 Liter Schnittverbrauch gibt der recht genaue Bordcomputer zu Protokoll. Mein Hintern ist nach knapp 300 Kilometern jetzt etwas schläfrig geworden, was im Kapitel Langstreckentauglichkeit der Sitze nur ein knappes Gut absetzt. Erfreulich im weiteren Verlauf der Strecke sind Innenraumgeräusche und Klimatisierung, weniger dagegen die umständliche manuelle Sendersuche beim Radio und die nicht verstellbare Schenkelauflage des Fahrersitzes.

Nach Alessandrio (Cinque Terre) kommt fahrerisch das Filet. Den Tribut an den Mailänder Corso und die Langeweile der endlosen Geraden der Po-Ebene gezollt, fordern unzählige Kurven und Tunnels Fahrwerk und Fahrer. Die Radaufhängungen beim Laguna lösen exakt diese Aufgabe hervorragend. Hohe Lenkpräzision und stabiler Geradeauslauf und viel Spurtreue, die hin und wieder beim starken Herunterbremsen in Kurven stark gefordert wird, entlasten den Fahrer. Das schenkt ebenso der Beifahrerin jenes Vertrauen, das Diskussionen über allzu forsche Gangart im Keim erstickt.

In Summe der Eindrücke: Der französische Hersteller Renault im F1-Fluidum schaffte es, dem Laguna neben den familiär-braven Tugenden jene Gene weiterzugeben, die uns fahrerisch singen lassen «I'm in a good mood». Ein letzter Gruss runter zum Prinzen in Monaco, gedanklich die Hängematte installiert und die einmalig malerischen Hügel mit dem Bike durchkreuzend, möchten wir jetzt nichts mehr von Autos wissen. (A.S)


 

Km-Stand 15 700

Was, das ist ein Diesel? Diesen Ausspruch hören wir immer wieder, wenn jemand Neues den Laguna fährt. Er ist extrem leise, wirklich toll. Nur die, für einen kräftigen Turbodiesel typische Anfahrschwäche bei zu tiefen Drehzahlen, wird immer wieder moniert. Zur Zeit nervt auch die trotz sauberen Sensoren massiv übermotivierte Einparkhilfe, die an Ampeln pausenlos piepst.

Nach diversen Einsätzen im In- und Ausland, mit Verbräuchen zwischen 7,1 und 8,3 Liter auf 100 Kilometer führte uns der bequeme Franzose zu einem wirklich empfehlenswerten Restaurant – einem echten Geheimtyp. Hinter dem perfekt umgebauten Stall verbirgt sich das hoch moderne, extrem stilvolle Restaurant Kunsthof in Uznach. Janine Hausmann und Christoph Köhli, ein junges, ambitioniertes Gastronomenpaar aus Bern, verwöhnen seit vergangenem November mit exquisiten Köstlichkeiten, erfrischender Freundlichkeit und phantastischer Ambience. Über den Mittag gibt es hervorragende Business-Lunches mit einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis. Im Gartenrestaurant kann man Störche in vollem Flug beobachten. www.kunsthof-uznach.ch

 

Km-Stand 11 800

Auf der Fahrt zum Auto-Salon Genf war uns der Laguna ein sehr guter Begleiter – mit seinem souverän, ruhigen Fahrkomfort, dem cleveren Navi und dem geräumigen Laderaum. Dann, nach zügigen Autobahnfahrten durch Frankreich, schlug die Defekthexe erneut zu. «Wartung fällig» blinkte das Display. Der technische Dienst nahm sich der Sache diesmal mustergültig an und erklärte uns: Auf Grund der Regeneration des Partikelfilters durch zusätzliches einspritzen von Treibstoff, können minimale Mengen Benzin ins Öl gelangen. Der auf Grund eines Software-Fehlers viel zu sensible Sensor reagiert darauf und beordert den Kunden in die Werkstatt, was bereits bei einigen Laguna-Modellen passiert ist. Inzwischen ist das Problem erkannt und mittels verbesserter Software korrigiert worden.

Km-Stand 8700

Der Verbrauch pendelt sich auf spürbar tieferem Niveau ein. Bei einer Fahrt zur Talstation des Männlichen verbraucht der Laguna exakt 7,0 Liter/100 km. Der Gesamt-Testdurchschnitt ist auf 7,4 Liter/100 km gesunken.

Km-Stand 7400

Wegen starker Verschmutzung der Karosserie macht die Parc Distance Control bei jedem Halt ohne Grund durch unmotiviertes Piepsen auf sich aufmerksam. Auch das ist ein Problem, das Marken-übergreifend ist und mit dem man heute leben muss.

Km-Stand 4800

Das Display beordert uns zu einem Service in die Werkstatt. Man diagnostiziert einen verrussten Partikelfilter, der sich angeblich nicht regenerieren konnte wegen zu viel Kurzstreckenverkehr. Das Problem soll auch Diesel-Fahrzeuge mit Partikelfilter anderer Marken treffen. Abhilfe soll zwischenzeitlich kräftiges Gasgeben bringen, um die zur Regeneration nötigen Betriebstemperaturen zu erreichen. In der Werkstatt wird die Elektronik zurückgestellt und das Öl gewechselt – Kosten im Normalfall 150 bis 200 Franken. Garantie wird nicht gewährt!

Km-Stand 3800

Der geräumige Franzose bewährt sich und geniesst bereits viele Sympathien. Positiv auffallen tun das ausgezeichnete Fahrverhalten und die für einen Diesel enorme Laufruhe. Sehr angenehm ist die Bird-View-Navigation, die auch Sonderziele wie Restaurants inklusive deren Telefonnummern etc. beinhaltet. Praktisch auch der grosse, variable Laderaum. Die Sitzlehnen klappen auf Knopfdruck mit Federkraft nach vorne. Angenehm das gut funktionierende Easy-Entry-System mit selbsttätiger Schliessautomatik. Als nicht optimal wird die Sitzposition befunden, da eine Höhenverstellung der vorderen Sitzkante für eine optimale Schenkelauflage fehlt.

Km-Stand 2200

Bei der JH Keller AG wird die Motorleistung auf dem Maha-Prüfstand getestet. Die effektive Leistung beträgt 161,3 PS bei 3995/min, das Drehmoment 372,4 Nm bei 2460/min. Beide Werte liegen damit etwas unter der Werkangabe.

Km-Stand 1920

Der Laguna absolviert unsere exklusive, normierte ai-Verbrauchsrunde, weiträumig rund um den Zürichsee. Da das Diesel-Aggregat noch nicht komplett eingefahren ist, verbraucht er relativ hohe 7,9 Liter/100 km.

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