Die grossen Vans haben Federn gelassen. Vom Boom, den einst Renault Espace und Chrysler Voyager auslösten, ist nicht mehr viel übrig. Die kleineren, günstigeren Kompaktvans haben den grossen Raumgleitern den Rang abgelaufen. Doch wer es grösser liebt oder regelmässig zu siebt unterwegs sein will, sitzt in der Königsklasse immer noch am besten.
Die Überraschung im Ranking der Siebenplätzer ist der preiswerte SsangYong Rodius. Der zwar schon in die Jahre gekommene Koreaner lässt mit einem maximalen Stauraum von 2.585 Litern neuste Modelle wie den Seat Alhambra oder dessen 5.000 Franken teureren Zwillingsbruder VW Sharan und selbst den Ford Galaxy hinter sich. Zwischen den VW und Ford mogelt sich der teuerste dieser Hitparade, die Langversion der Mercedes R-Klasse.
Knapp vorbeigerauscht an den Top Ten sind Kia Carnival (157–2059 Liter), Ford S-Max (285–2.000 Liter), der kompakte VW Touran (695–1.989 Liter) und Citroën C4 Grand Picasso (576–1.951 Liter). Auch die Neuauflage des Opel Zafira erreicht mit 645–1.820 Litern Volumen nur Rang 15.
Doch Stauraum ist nicht alles. Beim Leader Grand Voyager wird dies besonders deutlich. Zwar ist er mit 3.296 Litern der grösste Gepäckfresser, erlaubt aber nur 470 Kilogramm Zuladung. Als Packesel entpuppt sich dagegen der Ford Galaxy, der mit stolzen 772 Kilo Gepäck klar die Spitzenposition hält.
Vermisst jemand VW Multivan (567–4.525 Liter), Mercedes-Benz Viano (430–3.000 Liter), Fiat Doblò (790–3.200 Liter) und Hyundai H1 People (851–4.308 Liter)? Sicher, die bieten noch mehr Platz, gelten aber auch eher als leichte Nutzfahrzeuge. Und das ist dann eine andere Liste zum Thema Kleinbus.
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