Ein gründlicher Frühlingsputz tut jedem Auto gut. Besonders wichtig wird er, wenn man seinen Gebrauchten als Occasion anbieten möchte. Welcher Aufwand dabei zu betreiben ist, hängt natürlich vom Fahrzeugzustand ab.
Soll man selbst Hand anlegen, oder muss für die grosse Kur der Fachmann ran? – Das ist die Frage. Das Vorgehen beginnt am selben Ort. Auch der Profi fährt zuerst zur Hochdruckwaschbox, wo stark verschmutzte Partien gründlich gereinigt werden. Es folgt eine normale Autowäsche in der Waschstrasse – mit Unterbodendusche, aber ohne Heisswachs, denn der Lack soll später separat behandelt werden. Ist der Wagen sauber, sieht man besser, in welchem Zustand sich der Lack befindet.
Nach der Wäsche geht’s an die Heimarbeit, für die man sich in der Drogerie am besten ein Schamponiergerät mit Teppich- und Polsterdüse ausleiht. Damit lassen sich, nach gründlichem Staubsaugen, sowohl Bodenteppiche als auch Stoffsitze effizient reinigen.
Einsprühen, einwirken lassen und nach rund zehn Minuten sprühsaugen. Mit klarem Wasser und einem Schuss Essig nachspülen. Die so gereinigten Polster müssen gründlich trocknen, sonst besteht die Gefahr, dass sich Schimmel bildet.
Lederpolster und Kunststoffoberflächen lassen sich mit Spezialreinigern oder einfach mit Wasser und etwas Geschirrspülmittel putzen. Für verwinkelte Ecken sind eine weiche Bürste und eine ausgediente Zahnbürste hilfreich. Doch Vorsicht: Leder hat nur eine dünne Farbschicht – bei Flecken nie zu stark reiben! Empfehlenswert ist eine abschliessende Pflege mit Ledermilch. Auf Cockpitsprays sollte man jedoch verzichten.
Den krönenden Abschluss bildet die Lackaufbereitung. Nur einwandfreien Lacken kann man manuell, mit einem kombinierten Waxpolish oder mit Politur und konservierendem Wachs in zwei Arbeitsgängen, zu neuwertigem Aussehen verhelfen. Wichtig: sektorweise vorgehen, mit gleichmässigem Druck polieren und häufig den Mikrofaserlappen wechseln.
Ist der Lack jedoch stumpf oder zerkratzt, muss der Profi mit der Poliermaschine ran. In fünf oder mehr Arbeitsgängen bringt er sogar stark verwitterte Lacke wieder auf Hochglanz.
Ebenso ein Fall für den Profi sind stark verschmutzte Polster, die nach einer Tiefenreinigung verlangen. Dasselbe gilt für abgeschossene Lederpolster, die erst nach Abschmirgeln, Benzinwäsche und Einfärben mittels Airbrushdüse in alter Frische erstrahlen. Oder für hartnäckige Gerüche, die sich nur mit Spezialgeräten eliminieren lassen.
Bei der kompletten Aufbereitung durch den Profi entfallen rasch drei bis vier Stunden auf den Innenraum und sieben bis acht Stunden auf den Lack. Die Kosten belaufen sich entsprechend auf 1200 bis 2500 Franken. Das kann sich bei einer teureren Occasion lohnen.
Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Car Make Up GmbH, 8604 Volketswil (www.car-makeup.ch ).




