Alfa Romeo 4C Concept: Ein Traum für 2012

Alfa Romeo 4C Concept

Schon nächstes Jahr wird das rassige Mittelmotor-Coupé von Alfa Romeo Wirklichkeit. Und erst noch bezahlbar.

Lorenzo Ramaciotti liebt Alfa, macht aber aus seiner Leidenschaft keinen Hehl: "Ich bin ein Lotus-Fan. Colin Chapman war mein Held, als ich noch in die Designschule ging." Als der 62-jährige Chefdesigner der Fiat-Gruppe bei Pininfarina tätig war, entwarf er die Studie "Ethos", die noch heute als wichtigste Inspiration für den erfolgreichen Leichtbauflitzer Lotus Elise gilt.

Da ist es kein Wunder, dass Ramaciotti beim Alfa Romeo 4C Concept nicht einfach den heissen 8C in einer kleineren Variante entwickelte, sondern ein Mittelmotor-Coupé im Stil des legendären Tipo 33 Stradale von 1967 – in Leichtbauweise, mit Heckantrieb und heutiger Alfa-Technologie. Ergebnis: Innerhalb von nur drei Monaten entwickelt und rechtzeitig zum Autosalon Genf fertiggestellt, kann sich der 4C (sprich: "Quattro Tschi") sehen lassen. Ab Mitte 2012 soll er zu kaufen sein.

Die schnelle Umsetzung ist vor allem dem Fiat-Baukasten geschuldet. Statt Gewicht mit hoher Motorleistung auszugleichen, setzt Alfa Romeo beim 4C auf Leichtbau. Um unter 850 Kilo zu bleiben, entwickelte man eine Fahrgastwanne aus Kohlefaser, eine Crashstruktur sowie Rahmen aus Aluminium. Als Antrieb fungiert der 1,8-Liter-Motor mit 235 PS aus der Giulietta Quadrifoglio Verde.

Serienreifes Exterieur

Wer in der bequemen Fahrersitzschale Platz nimmt, sucht vergebens nach der Sitzverstellung. Stattdessen kann die Pedalerie per Knopfdruck längs verschoben werden. "Noch ist nicht sicher, ob dieses System auch in Serie gehen wird – das Interieur ist ohnehin noch zu futuristisch für ein Serienauto", sagt Ramaciotti. "Doch die Karosserie entspricht bereits in weiten Teilen derjenigen, die schon nächstes Jahr in Serie gehen soll."

Von den Fahrleistungen ist noch nicht viel bekannt, nur so viel: Der Alfa 4C soll mehr als 200 PS haben, in weniger als fünf Sekunden auf 100 Stundenkilometer beschleunigen und eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 250 km/h erreichen.

Wer jetzt schon Lust auf den Mittelmotor-Flitzer bekommt,  braucht nicht zu träumen. Im Unterschied zum grossen Bruder 8C, auf 500 Stück limitiert, wird der 4C nicht so schnell ausverkauft sein: Bis zu 1.500 Stück wollen die Italiener jährlich fertigen, zu Preisen, die im Bereich von 70.000 Franken liegen dürften. Eine neue Alternative für leichte Sportcoupés im Stil der Elise. Und ein wichtiger Imageträger für die arg gebeutelten Alfisti.

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Herbie Schmidt

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